Mit Markus Anfang sowie Rafael Czichos und - trotz eines zwischenzeitlichen Wechsels zum FC Midtjylland - Dominick Drexler verließen drei wichtige Personalien Holstein Kiel im Sommer und schlossen sich dem ​1. FC Köln nach dem Abstieg in die zweite Liga an. Wie der kicker berichtet, könnte mit Kingsley Schindler ein weiterer 'Storch' in die Domstadt wechseln.


Sportlicher Erfolg ist im Fußball immer wieder ein Trugschluss. Speziell kleinere Vereine, die plötzlich bei den Großen mitmischen, müssen mit dem Risiko leben, ihre Leistungsträger schon bald an diejenigen Klubs abzugeben, mit denen sie gerade auf Tuchfühlung gingen. So erging es auch Holstein Kiel.


Die 'Störche' legten nach ihrem Aufstieg in die zweite Bundesliga eine furiose Saison hin, feierten nach 34 Spieltagen den dritten Tabellenplatz und scheiterten in der Relegation knapp, wenn auch schlussendlich verdient, am VfL Wolfsburg. Im Sommer folgte dann der zu erwartende Umbruch: 16 Spieler wurden wieder abgegeben, 15 Neuzugänge bekanntgegeben.


Während Torjäger Marvin Ducksch zu Fortuna Düsseldorf wechselte, zog es mit Markus Anfang, Rafael Czichos und Dominick Drexler drei der wichtigsten Personalien zum 1. FC Köln. Aktuell liegt der Absteiger auf dem zweiten Tabellenplatz, und sowohl Czichos als auch Drexler sind auch in ihrer neuen Mannschaft Leistungsträger.


Der nächste Kieler, der offenbar vor dem Absprung steht, ist Kingsley Schindler. Der 25-Jährige, der alle Positionen auf der rechten Seite des Spielfeldes bekleiden kann und im Sommer 2016 aus der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim in den Norden wechselte, machte bereits im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam. Nach zwölf Toren und fünf Assists nach dem Aufstieg steht er nach 14 Spieltagen in der laufenden Spielzeit wieder bei fünf Treffern und sechs Vorlagen.

1. FC Koeln v SpVgg Greuther Fuerth - Second Bundesliga

   Lockt Markus Anfang den nächsten seiner ehemaligen Schützlinge nach Köln? 


Schindlers Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, eine Verlängerung scheint nicht in Sicht. Gut möglich, dass sich die Verantwortlichen daher für einen Verkauf im Januar entscheiden, um wenigstens noch eine Ablösesumme zu erhalten. Allerdings wird Schindler ab diesem Zeitpunkt auch frei mit anderen Vereinen handeln dürfen, weshalb damit zu rechnen ist, dass einige Vereine ihr Interesse hinterlegen werden.


Wie vom kicker berichtet wird, sei neben Bundesligisten wie dem FSV Mainz 05 und dem 1. FC Nürnberg auch der 1. FC Köln an einer Verpflichtung interessiert. Die hohen Aufstiegsambitionen gepaart mit ehemaligen Weggefährten aus der Hafenstadt dürfte sich der aktuelle Tabellenzweite der zweiten Liga durchaus berechtigte Hoffnungen auf einen Transfer machen. Mit Marcel Risse und Christian Clemens ist die Konkurrenz auf der rechten Außenbahn zwar nicht gerade schwach, doch mit seinen Qualitäten kann Schindler der Mannschaft durchaus dabei helfen, das angestrebte Ziel zu erreichen.