Am Freitagabend konnte sich der ​SV Werder Bremen mit 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf durchsetzen. Dabei feierte Angreifer ​Josh Sargent einen Bundesligaeinstand nach Maß. Trainer ​​Florian Kohfeldt drückte dennoch auf die Euphoriebremse.


In einer lange Zeit engen Partie gegen den Aufsteiger wurde der 18-Jährige in der 76. Spielminute für seinen Teamkollegen Milot Rasica eingewechselt und feierte damit sein Debüt in der Bundesliga. Gerade einmal 88 Sekunden später stand der US-Boy goldrichtig und drückte das Leder aus kurzer Distanz per Kopf zum vorentscheidenden 3:1 über die Linie. Auch in der Folge wirkte der Youngster bereits gut integriert und konnte seine Bundesligatauglichkeit unter Beweis stellen.

Italy  v USA  -International Friendly

Auch in seinem Debüt für die USA traf Josh Sargent


Auch sein Trainer ist von den Qualitäten des Lockenkopfs überzeugt. "Josh ist im Strafraum unheimlich stark. Ich traue ihm zu, dass er in der nächsten Sommervorbereitung um einen Startelf-Platz bei uns kämpft", so Kohfeldt laut Bild. Um dieses Ziel zu erreichen, sei es für den Shootingstar nun jedoch wichtig, die Ruhe zu bewahren. 


Ab der kommenden Saison könnte der Stürmer jedoch auch nach Ansicht des 36-jährigen Fußballlehrers in die Fußstapfen von Claudio Pizarro treten, der im Sommer seine aktive Karriere beenden wird.


Der Abgang des 40-jährigen Routiniers soll ausgerechnet durch den Teenager aufgefangen werden. "Es ist unser Ziel, einen Top-Stürmer zu entwickeln und somit keinen kaufen zu müssen. Wenn das im Sommer Josh ist, dann haben wir vieles richtig gemacht", so der Bremer Übungsleiter. Dabei imponiert dem Coach vor allem die Unbekümmertheit seines jungen Schützlings.

Sport-Club Freiburg v SV Werder Bremen - Bundesliga

Trainer Florian Kohfeldt will den Youngster nicht verheizen


"Josh ist es egal, ob er im Weserstadion oder auf Platz 11 kickt. Er spielt sein Spiel. Auch eine Kulisse mit 80.000 Zuschauern wie in Dortmund wäre ihm egal. Er kann das ausblenden. Diese Eigenschaft hat Claudio auch. Das kann der Unterschied zwischen einem guten und einem überragenden Spieler sein", so Kohfeldt. 


Um weiterhin Topleistungen abzurufen, soll der Rohdiamant in den kommenden Wochen nur noch dosiert für die U23 eingesetzt werden und ab der Rückrunde regelmäßig im Profikader stehen. Dabei wollen die Werderaner jedoch mit Bedacht vorgehen, fünf bis sechs Bundesligaspiele bis zum Ende der Saison seien daher ein realistisches Ziel und würden genügen, um von einem erfolgreichen Jahr zu sprechen.