Marko Marin kann sich noch ein Engagement in der ​Bundesliga vorstellen. Vor der Champions-League-Partie gegen Paris Saint-Germain (Dienstag, 21:00 Uhr) erklärte er gegenüber dem SID, dass er eine Rückkehr zu seinen fußballerischen Anfängen nicht ausschließt.


Der frühere Nationalspieler hat in seiner Karriere 124 Einsätze in Deutschlands höchster Spielklasse absolviert und wäre bereit, diesen noch weitere Spiele hinzuzufügen: „Warum nicht?“ Eine gute Frage, denn Marin ist sich trotz seiner technischen Veranlagung nie zu schade gewesen, sich für seine Mannschaft kämpferisch und läuferisch aufzureiben.


„Sollte sich etwas Interessantes ergeben, und ich glaube es passt, dann natürlich“, zitiert ihn der Sportinformationsdienst. Marin hat gute Erinnerungen an die Liga: Mit ​Borussia Mönchengladbach spielte er mit Marco Reus die Abwehrreihen schwindelig und stieg 2008 in die Bundesliga auf. Das bescherte ihm schließlich auch 16 Länderspieleinsätze unter Joachim Löw und einen Wechsel zu Werder Bremen - Marin schnupperte zum ersten Mal Champions-League-Luft.


Aktuell steht er bei Roter Stern Belgrad unter Vertrag. Mit den Serben spielt er in der Königsklasse – zwar nur als Underdog, aber dafür auf der ganz großen Bühne. Beim Überraschungssieg gegen den ​FC Liverpool bereitete Marin beide Treffer seiner Mannschaft vor. Damit wurde die Fußballwelt wieder auf den Auswanderer aufmerksam. Und er gab sich offen, was seine Zukunft betrifft: „Die Bundesliga ist attraktiv, ich verfolge sie auch noch.“ Schon damals zeichnete er sich durch sein mannschaftsdienliches Spiel aus: Zwölf eigenen Ligatoren stehen 44 Vorlagen gegenüber.

Borussia M'gladbach v Energie Cottbus - Bundesliga

Marko Marin in seiner ersten Bundesligasaison 2008 für Borussia Mönchengladbach


Dass er nicht dauerhaft sesshaft geworden nicht, passt in seine bewegte Vita ein: Marins Familie wanderte aus dem heutigen Bosnien nach Deutschland aus, als er zwei Jahre alt war. Er wuchs in Frankfurt auf, bevor er mit 16 Jahren zu den Fohlen nach Gladbach wechselte. Mittlerweile hat der quirlige Dribbelkünstler eine abwechslungsreiche Reise durch ganz Europa hinter sich.


Der Offensivakteur spielte unter anderem beim RSC Anderlecht und beim AC Florenz. Auch in der Türkei und in Griechenland stand er auf dem Platz. Mit dem FC Chelsea und dem FC Sevilla gewann er jeweils die Europa League. Marin ist ein hocherfahrener Spieler, dem der früh attestierte ganz große Durchbruch verwehrt blieb, aber noch vielen Bundesligisten bei der Erreichung ihrer Ziele helfen könnte.


Sein Vertrag bei Roter Stern Belgrad läuft nun noch bis 2020, außerdem gibt es eine Option auf ein weiteres Jahr. Marin wäre dann 32 und somit in einem guten Alter für einen weiteren Karriereschritt. Dass er es noch kann, hat er zuletzt wieder bewiesen. Wenn es gegen Paris wieder einen Überraschungssieg geben sollte, wird Marin noch mal auf den Wunschzetteln einiger Interessenten landen.