Beim Saisonauftakt gegen die ​TSG Hoffenheim zog sich Kingsley Coman einen Syndesmosebandriss im linken Sprunggelenk zu, es war bereits die zweite Verletzung dieser Art beim jungen Franzosen. Im französischen Fernsehen fand er nun deutliche Worte, sollte es erneut zu solch einer schwerwiegenden Verletzung kommen.


Aktuell hat Kingsley Coman noch mit Trainingsrückstand zu kämpfen, doch der Flügelspieler ist wieder auf einem guten Weg und konnte bereits wieder erste Minuten beim ​FC Bayern sammeln. Denn eigentlich ist er der Back-up und nominelle Nachfolger seines Landsmannes Franck Ribery. Weil Coman aber in diesem Jahr aufgrund von derselben Verletzung zweimal operiert wurde – bereits im Februar zog er sich die gleiche Verletzung zu – verbrachte er mehr Zeit im Krankenstand als auf dem Platz.


Im französischen TV gegenüber der Sendung Telefoot stellte Coman nun sogar seine Karriere in Frage: „Ich werde eine dritte Operation an meinem Fuß nicht akzeptieren. Genug ist genug. Vielleicht ist mein Fuß dafür nicht gemacht. Ich werde dann ein anderes Leben führen, ein anonymes Leben!“

Dass er offen über ein Karriereende spricht, verwundert in jedem Fall, zeigt aber auch seine Leidensgeschichte auf. „Ich hoffe, ich muss das, was ich durchgemacht habe, nicht noch einmal erleben“, so Coman weiter. Seit seinem Wechsel zum deutschen Rekordmeister hat er bereits vier Knöchel-Verletzungen erlitten, immer wieder macht ihm seine Verletzungsanfälligkeit einen Strich durch die Rechnung.


Sollte man dieses Problem in München nicht in den Griff bekommen, könnte die längst geklärte Nachfolge für Franck Ribery doch noch mal zu einem heißen Thema werden. Schließlich hofft man, mit Coman eine langfristige Lösung für die linke Seite gefunden zu haben. Das Potenzial hat der Youngster allemal. Ob sein Körper allerdings den Belastungen standhält, bleibt abzuwarten. Zu wünschen wäre es ihm, denn in der Riege der jungen französischen Nachwuchsstars steht auch er für Spektakel.