​​Bayern-Coach Niko Kovac kündigte am vergangenen Freitag an, dass er die Rotation auf ein Mindestmaß reduzieren wird. Am Folgetag ließ der 47-Jährige seiner Ankündigung Taten folgen und bot beim 3:0-Heimerfolg gegen den ​1. FC Nürnberg exakt die gleiche Startelf wie am Spieltag zuvor auf. Sollte der FCB-Coach bis zur Winterpause am Rotations-Stopp festhalten, dürfte es im Kader reichlich Unruhe geben. 


Auf ​der Pressekonferenz am letzten Freitag sprach Kovac unter anderem auch über das Thema Rotation. "Ich habe der Mannschaft mitgeteilt, dass wir das nicht mehr in dieser Form machen werden, weil es nicht wirklich rund lief", erklärte der ehemalige Bayern-Profi. Der Rotations-Stopp hat sicherlich einen Anteil daran, dass der deutsche Rekordmeister die letzten drei Pflichtspiele allesamt für sich entscheiden konnte. Kovac veränderte seine Anfangsformation in diesen Partien nur auf einer Position. 


Dadurch hatte seine Stammelf die Möglichkeit sich einzuspielen, was sich durchaus positiv bemerkbar machte. Einige Spieler im Kader dürften mit ihrer derzeitigen Rolle jedoch alles andere als zufrieden sein, was reichlich Konfliktpotenzial mit sich bringt. Bestes Beispiel dafür ist ​Mats Hummels, der zuletzt mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen musste. Auch Javi Martinez, der in der letzten Saison unter Jupp Heynckes eine Stammplatzgarantie hatte, kam in den letzten drei Partien lediglich zu einem Kurzeinsatz.


"Da wird's bei Bayern knallen, wenn einer wie Hummels jetzt in zwei englischen Wochen viermal auf der Bank sitzt", erklärte Sky-Reporter Marc Behrenbeck bei Wontorra - der o2 Fußball-Talk. "Robben kommt zurück, dann haben wir da jemanden wie James, der erst eine einzige Bundesliga-Partie 90 Minuten durchgespielt hat. Hummels, Thiago und Martinez wollen auch spielen", führte der 36-Jährige weiter aus. Sollte Kovac weiterhin auf Rotation verzichten, sieht Behrenbeck eine "große Gefahr" für neue Unruhe. 

FC Bayern Muenchen v Fortuna Duesseldorf - Bundesliga

War zuletzt außen vor: Mats Hummels


Fehlende Rotation könnte zudem dazu führen, dass die Belastung für manche Spieler zu hoch wird. Kovac kündigte zwar an, "niemanden in eine Verletzung treiben zu wollen". In den anstehenden englischen Wochen dürfte das Verletzungsrisiko bei den Stammspielern jedoch etwas höher ausfallen. Mit Blick auf den eher kleinen Kader des deutschen Rekordmeisters fallen verletzte Spieler deutlich mehr ins Gewicht als bei anderen Bundesligisten.