Der ​FC Schalke 04 kommt in der ​Bundesliga einfach nicht vorwärts. Nach der Derbyniederlage ist die Stimmung auf Schalke äußerst betrübt. Da helfen auch die täglichen Verletztenmeldungen nicht wirklich weiter. Dennoch hat Königsblau in der ​Champions League die Chance, den tristen Liga-Alltag zumindest am Dienstag hinter sich zu lassen. Dabei muss Trainer Domenico Tedesco allerdings erneut improvisieren.


​Nach der Derbyniederlage heißt es im Knappen-Lager Wunden lecken. Am Dienstag steht das bedeutungslose letzte Gruppenspiel in der Champions League gegen Lokomotive Moskau an (18.55 Uhr). Schalke ist bereits sicher als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifiziert.


Auf der Pressekonferenz vor der Partie war das Revierderby natürlich noch Thema. S04-Coach Domenico Tedesco gab unumwunden zu, dass seine Maßnahme, Hamza Mendyl in den Sturm zu stellen, nicht gefruchtet habe. "Die Idee, Mendyl in den Sturm zu stellen ist nicht aufgegangen, das kann ich auch ohne Eitelkeiten offen und ehrlich zugeben. Damit habe ich kein Problem", so Tedesco.

​​Gegen Moskau mit Ex-Kapitän Benedikt Höwedes wird wohl wieder die Rotationsmaschine angeschmissen werden: "Rotation ist nicht nur ein Thema für morgen. Wir brauchen Frische im Team. Die Jungs, die Samstag gespielt haben, haben viele Kräfte gelassen."


Mit Sicherheit nicht mit dabei ist Angreifer Guido Burgstaller, der gegen den BVB verletzt ausgewechselt werden musste. "Er war heute beim CT, wird später noch näher untersucht", meinte Tedesco. "Er ist für morgen definitiv keine Option. Nabil Bentaleb ist leicht angeschlagen, kann aber spielen", verriet Tedesco weiter.


Zumindest für die Startelf ist auch der wiedergenesene Cedric Teuchert keine Option. "Für Cedric Teuchert wird es noch nicht für 90 Minuten reichen, er ist aber dabei", erklärte der Knappen-Coach. "Zusätzlich haben wir Ahmed Kutucu und Benjamin Goller  aus U19 für das Spiel hochgezogen." Erstgenannter wird auf jeden Fall im Kader stehen - und bekam viel Lob von Tedesco: "Ahmed Kutucu ist sehr variabel einsetzbar und treibt den Ball gut nach vorne. Er ist charakterlich top und aus unserer Sicht im letzten Jahr nochmal richtig gewachsen", freute sich Tedesco.


Insgesamt muss Königsblau weiter improvisieren. Steven Skrzybski fällt ebenfalls weiter aus. "Das Risiko ist noch zu hoch, von daher wird er nicht auflaufen können", erklärte Tedesco.

Das Spiel am kommenden Samstag in Augsburg wird ohnehin um einiges wichtiger sein. Dann geht es gegen den Tabellennachbarn darum, wieder dreifach zu punkten, um vor der Winterpause nicht noch tiefer in den Abstiegskampf zur rutschen und eventuelle Untergangsszenarien gar nicht erst aufkommen zu lassen.