​​Fortuna Düsseldorf befand sich bereits seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem neuen Sportvorstand. Wie die Rheinländer am Montagvormittag bekanntgaben, einigte man sich mit ​Lutz Pfannenstiel auf eine Zusammenarbeit für die kommenden drei Jahre. Der ehemalige Torhüter wechselt mit sofortiger Wirkung von seinem bisherigen Arbeitgeber ​TSG 1899 Hoffenheim zum Tabellenschlusslicht.


Bei den Kraichgauern bekleidete der 45-Jährige bislang den Posten des Leiters für internationale Beziehungen und konnte dabei von seiner Karriere als Torhüter profitieren. In seiner aktiven Karriere verbrachte der Weltenbummler viel Zeit in verschiedenen Ländern und konnte sich dadurch ein exzellentes Netzwerk aufbauen. Am 16. Dezember wird der Deutsche nun sein nächstes großes Abenteuer in Düsseldorf in Angriff nehmen.


Auf der Vereinsseite der Fortuna zeigte sich der ehemalige Schlussmann sehr glücklich über die neue Aufgabe. "Bereits im ersten Gespräch habe ich gespürt, dass Fortuna Düsseldorf ein spannender Verein ist, in dem sich sehr viel bewegen lässt", so Pfannenstiel. Nun wolle er "den Weg mitgehen" und dabei seinen Teil dazu beitragen, den Traditionsverein in der ersten Liga zu etablieren. Darüber hinaus dankte er auch seinem Ex-Klub, der einer vorzeitigen Vertragsauflösung zugestimmt hatte. Eigentlich wäre der Funktionär noch bis 2021 an die TSG gebunden gewesen.

Fortunas Aufsichtratvorsitzender, Dr. Reinhold Ernst, bezeichnete die Verpflichtung als wichtigen Schritt, um sich strukturell weiterzuentwickeln. "Wir haben in den letzten Monaten viele Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt. Lutz Pfannenstiel hat uns dabei mit seiner Fachkompetenz und seiner Persönlichkeit überzeugt", so der erfahrene Funktionär. Dabei soll Pfannenstiel gemeinsam mit dem weiterhin ehrenamtlich tätigen Erich Rutemöller ein "starkes Team" im sportlichen Bereich der Düsseldorfer bilden. Der ehemalige Hoffenheimer dürfte bereits im Winter gefragt sein, gilt es doch den Transfermarkt nach möglichen Verstärkungen zu sondieren.


Auch die Hoffenheimer gaben auf ihrer Vereinsseite ein offizielles Statement ab. Dabei betonte der Direktor Profifußball Alexander Rosen, dass man dem gebürtigen Bayer viel Erfolg wünsche. Dennoch räumte der 39-Jährige auch ein, dass es schade sei, "einen Typen wie Lutz Pfannenstiel mit seinem weltweiten Netzwerk nicht mehr im Team zu haben".