Beim VfL Wolfsburg hat Jakub Blaszczykowski keine Perspektive mehr. Der polnische Mittelfeldspieler sammelte in dieser Saison erst 19 Einsatzminuten und soll daher mit einer Rückkehr in seine Heimat liebäugeln. Wie das Online-Portal ​Interia Sport berichtet, plane er, bereits im Januar zu Wisla Krakau zu wechseln.


Es wäre bereits das zweite Engagement beim 13-fachen polnischen Meister. Im Sommer 2005 wechselte Blaszczykowski von KS Stradom Czestochowa in die zweitgrößte Stadt Polens, ehe Borussia Dortmund ihn zwei Jahre später für rund drei Millionen Euro verpflichtete. Dort war er viele Jahre lang Stammspieler, sicherte sich so auch einen Platz in der polnischen Nationalmannschaft und gehört längst zu einer der Ikonen, wurde allerdings von Thomas Tuchel aussortiert und wechselte nach einem Leihgeschäft beim AC Florenz zum VfL Wolfsburg.


Bei den Niedersachsen spielte er in seinem ersten Jahr noch regelmäßig, doch nachdem ihn eine hartnäckige Rückenverletzung fast die komplette Saison 2017/18 über außer Gefecht setzte, sortierte Trainer Bruno Labbadia den Routinier zu Saisonbeginn aus. Seither muss 'Kuba' auch um seinen Platz in der Nationalmannschaft bangen, weshalb er für den Winter einen Plan verfolge.

VfL Wolfsburg v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

  Spielt in Wolfsburg keine Rolle mehr: Jakub Blaszczykowski


Demnach wolle er "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen" und zu Wisla Krakau zurückkehren. Beim gegenwärtigen Tabellenachten der polnischen Ekstraklasa wolle er wieder regelmäßig spielen, um sich weiterhin für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Zudem wolle er dem Verein zu altem Glanz verhelfen und wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen.


'Kuba' verzichtet auf Gehalt


Allerdings stelle er eine Bedingung: Der Verein dürfe keine Leistungsträger ziehen lassen. Wisla ist jedoch finanziell angeschlagen, befindet sich daher auf der Suche nach Investoren, um noch ausstehende Spielergehälter zu zahlen. Wie berichtet wurde, habe ein Interessent sein Angebot zurückgezogen, allerdings stehe man mit weiteren möglichen Partnern in Kontakt.


Auf sich selbst bezogen sei 'Kuba' nicht auf gewisse Geldsummen aus. So heißt es, er habe sich am Freitag dazu bereit erklärt, schon im Januar zurückzukehren und künftig auf sein Gehalt zu verzichten, um den Verein finanziell nicht noch mehr zu belasten. 


Es wäre nicht das erste Mal, dass der 105-fache Nationalspieler seinem Ex-Klub unter die Arme greift. So habe Blaszczykowski dem Verein in der Vergangenheit rund 230.000 Euro gezahlt, nachdem der Lizenzverlust drohte. Aufgrund der Rolle innerhalb der Mannschaft des VfL Wolfsburg dürften die Niedersachsen durchaus dazu bereit sein, mit den Verantwortlichen von Wisla zu kooperieren und auch in Blaszczykowskis Sinne zu handeln.