GELSENKIRCHEN, GERMANY - NOVEMBER 19: Coach of Germany Joachim Low answers to the media following the UEFA Nations League A group one match between Germany and Netherlands at Veltins-Arena on November 19, 2018 in Gelsenkirchen, Germany. (Photo by Jean Catuffe/Getty Images)

Nicht mehr unantastbar: Die Bayern-Stars bei der Nationalmannschaft unter der Lupe

Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in einem Umbruch. Joachim Löw will nach und nach neue Spieler integrieren und hat nach der Weltmeisterschaft in Russland, bei der man in der Gruppenphase ausschied, die ersten Schritte bereits getan.


Viel Diskussionsstoff boten die Akteure des FC Bayern, die in der Vergangenheit zum Kern der Nationalmannschaft gehörten. Ein Trio von ihnen darf sich allerdings nicht mehr sicher fühlen, wie der Bundestrainer im ZDF Sportstudio offenbarte: "Nach wie vor ist es so, dass sie für Deutschland spielen können, wenn sie die Form haben. Zuletzt hatten sie sie nicht", sagte der 58-Jährige (via Sport Bild).


Wen Löw damit gemeint hat, und wer seinen Platz (noch) sicher hat, erfahrt Ihr in der folgenden Liste!

1. Manuel Neuer - Weiterhin gesetzt

Manuel Neuer zeigte während der Weltmeisterschaft ordentliche Leistungen, doch beim FC Bayern München baute er in den vergangenen Wochen ab. Nach 14 Spieltagen steht der 32-Jährige in der Bundesliga bei 18 Gegentoren, erst drei Mal konnte er dabei die weiße Weste wahren.


Dennoch stellt Löw klar: "Er ist unser Kapitän und wichtig für die Mannschaft. Er ist über viele Jahre der allerbeste Torhüter gewesen und hat nach seiner längeren Verletzungspause bei der insgesamt wahnsinnig enttäuschenden WM in Russland seine Form gefunden. Falls nichts Außergewöhnliches passiert, sollte Manuel Neuer unsere Nummer eins sein bis zur EM, absolut."

2. Joshua Kimmich - Weiterhin gesetzt

Zwar äußerte sich Joachim Löw nicht zu Joshua Kimmich, doch dass der 23-Jährige weiterhin fest zum Kreis der Nationalmannschaft gehören wird, ist mehr als nur wahrscheinlich. Seit seinem Debüt im Mai 2016 feierte Kimmich 38 Einsätze für den DFB, wo er nach seiner langjährigen Rolle als Außenverteidiger nun ins zentrale Mittelfeld rückt und dort auf der 'Sechs' bislang den Abräumer gibt, den Löw seit der WM vergeblich gesucht hat.

3. Serge Gnabry - Baustein für die Zukunft

Bei den Münchnern sorgte Serge Gnabry in den vergangenen Wochen für Wirbel, und auch bei seinen jüngsten Auftritten in der Nationalmannschaft gehörte der Flügelspieler zu den positiven Lichtblicken. Insgesamt absolvierte Gnabry erst fünf Länderspiele, dürfte für die Zukunft allerdings ein wichtiger Baustein werden und den Konkurrenzkampf im Angriff hochhalten. 

4. Jerome Boateng - Wackelkandidat

Jerome Boateng gehört allerdings zu den Wackelkandidaten der Nationalmannschaft. Der 30-Jährige hatte in der Vergangenheit nicht nur mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, sondern auch mit einer gewissen Formschwäche. Der frühere Abwehrchef befindet sich mitten im Konkurrenzkampf gegen Mats Hummels, Niklas Süle und Antonio Rüdiger, wobei der ein oder andere derzeit die Nase vorn hat.

5. Mats Hummels - Wackelkandidat

Selbiges gilt für Mats Hummels. Für den Ex-Dortmunder kommt es nun allerdings auch im Verein knüppeldick: Aufgrund der Ansage von Trainer Niko Kovac, auf die Rotation zu verzichten, sitzt er aktuell hinter Niklas Süle und Jerome Boateng auf der Bank. In der Nationalmannschaft kam er in den vergangenen Monaten zwar zum Einsatz, doch auch er gilt nicht mehr als gesetzt und wird sich steigern müssen, um sich auf beiden Ebenen wieder zu behaupten.

6. Thomas Müller - Wackelkandidat

Im jüngsten Duell gegen die Niederlande feierte Thomas Müller seinen 100. Einsatz im Dress der Nationalelf - doch wie viele kommen noch hinzu? In der Offensive wirkt er seit geraumer Zeit gehemmt, konnte auch bei der WM nicht überzeugen und hatte auch beim FC Bayern einige Probleme. 


Dort spielt er mittlerweile wieder hinter Robert Lewandowski und kann daher seine Stärken als Freigeist ausspielen, doch im neuen System von Joachim Löw, der ihn überwiegend auf der rechten Außenbahn einsetzte, könnte die Luft immer dünner für ihn werden. Auch hier bieten sich mittlerweile genügend Alternativen, weshalb auch Müller um seinen Platz kämpfen muss.