​Beim 3:3 in München vor wenigen Wochen war Dodi Lukebakio mit seinem Dreierpack noch der Held von ​Fortuna Düsseldorf. Nach der Niederlage bei ​Werder Bremen am vergangenen Freitag musste sich der Belgier aber einige Kritik von seinem Trainer Friedhelm Funkel anhören.


In der 43. Minute der Partie im Bremer Weserstadion bekam Fortuna Düsseldorf einen Handelfmeter zugesprochen. Dodi Lukebakio schnappte sich den Ball und verwandelte zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Danach holte sich der Angreifer die Kugel aus dem Netz und wollte sie gar nicht mehr hergeben, es entbrannte ein Handgemenge mit mehreren Bremer Spielern. Friedhelm Funkel missfiel diese Aktion: "Was soll das, was ist das für eine Aktion? Da provoziert er nur, er soll den Ball rausrücken", zitiert ihn der kicker.


In der zweiten Halbzeit leistete sich Lukebakio dann noch eine weitere Einlage, die bei seinem Trainer nicht gut ankam: Nach einem Zweikampf blieb der 21-Jährige auf dem Boden liegen, als hätte er sich verletzt, nur um wenig später topfit aufzuspringen und weiterzuspielen. "Das geht nicht, das hat nichts mit Fußball zu tun. Das werde ich ihm nicht durchgehen lassen", sagte Funkel und kündigte an, Lukebakio in den nächsten Tagen zum persönlichen Gespräch zu bitten.


FC Bayern Muenchen v Fortuna Duesseldorf - Bundesliga

Dodi Lukebakio ist derzeit vom FC Watford an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen


"Dodi ist ein guter Junge, der uns enorm hilft, wenn er weiter fleißig an sich arbeitet", hatte Funkel bereits nach dem Spiel gegen ​Mainz 05 in der Vorwoche im kicker gesagt. Bei der Niederlage konnte Lukebakio nicht an seine sensationelle Vorstellung gegen die Bayern anknüpfen und blieb weitestgehend harmlos vor dem gegnerischen Tor. "Ich habe schon gelesen, dass er ein Star ist. Ein Star ist er sicher nicht", meinte Funkel deshalb, denn Leistungsschwankungen des jungen Offensivmannes sind sicher nichts Ungewöhnliches.


Fortuna Düsseldorf ist mittlerweile seit drei Partien sieglos und auf dem letzten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende kommt es zur Begegnung mit dem ​SC Freiburg. Das Heimspiel gegen die Breisgauer gehört sicher zu der Kategorie der Partien, die der Aufsteiger gewinnen muss, wenn der Klassenerhalt gelingen soll. Vielleicht kann Dodi Lukebakio dann auch wieder für positive Schlagzeilen sorgen.