LEIPZIG, GERMANY - DECEMBER 02: Lars Stindl of Borussia Moenchengladbach gestures during the Bundesliga match between RB Leipzig and Borussia Moenchengladbach at Red Bull Arena on December 2, 2018 in Leipzig, Germany. (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Gladbach: Darauf kommt es gegen Stuttgart an

Trotz der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig am vergangenen Sonntag stand Borussia Mönchengladbach vor dem aktuellen Spieltag noch auf dem zweiten Tabellenplatz und war erster BVB-Jäger. "Jetzt ist unser Auftrag, Dortmund nicht wegziehen zu lassen", sagte Trainer Dieter Hecking trotz der Pleite selbstbewusst in der Bild. In gut zwei Wochen haben die Fohlen im direkten Duell die Chance dazu, doch unter anderem wartet bis dahin noch der VfB Stuttgart. Darauf kommt es im Duell mit den Schwaben an:

1. In der Anfangsphase wach sein

In der laufenden Saison haben die Gladbacher innerhalb der ersten 15 Minuten bereits sechs Gegentore hinnehmen müssen, auch in den vergangenen beiden Partien gegen Hannover und Leipzig war dies der Fall. Nur ein einziges Mal konnten die Fohlen danach noch gewinnen. Beim letzten Aufeinandertreffen des VfB und Gladbachs trafen die Schwaben ebenfalls nach wenigen Minuten und gewannen am Ende mit 1:0.

2. Stabile Abwehr

Zugegeben: Der Stuttgarter Angriff lehrt in dieser Saison bisher niemandem das Fürchten und hat erst neun Tore erzielt, zudem ist die Defensive der Gladbacher mit 16 Gegentreffern bisher ziemlich gut. Trotzdem: Das Fehlen von Nationalspieler Matthias Ginter machte sich in Leipzig deutlich bemerkbar, beide Gegentreffer resultierten aus schwachem Abwehrverhalten. Auch der VfB wird solche Gelegenheiten zu nutzen wissen, die Abwehr der Borussia sollte also auch ohne Ginter bestenfalls zueinander finden. Die Aufgaben in den kommenden Wochen werden nämlich nicht einfacher.

3. Offensive Durchschlagskraft

Den frühen Rückstand bei RB in der Vorwoche steckte Gladbach gut weg und hatte Chancen zum Ausgleich, das 0:2 kurz vor der Pause war dann aber der Knockout. Nach dem Seitenwechsel konzentrierten sich die Leipziger auf die Defensive und der Borussia fiel nicht mehr viel ein. Hier lässt sich eine weitere Parallele zur letzten Begegnung des fünfmaligen deutschen Meisters und der Stuttgarter ziehen: Nach dem frühen Führungstreffer igelte sich das Team des damaligen Trainers Tayfun Korkut hinten ein und verteidigte das Resultat, Gladbach gelang offensiv nicht viel. Markus Weinzierl wird seine Mannen im Borussia-Park sicher nicht nach vorne stürmen lassen, Gladbach dürfte ein tief stehender Gegner erwarten, der wenig Räume bietet. Dieter Hecking muss sich also etwas einfallen lassen.