Der 14. Spieltag der Bundesliga wird am Freitagabend um 20:30 Uhr von der Partie des ​SV Werder Bremen gegen ​Fortuna Düsseldorf eröffnet. Bei Flutlicht im Weserstadion geht es für die Gastgeber darum, sich aus der schwachen Phase der Vorwochen zu befreien.


Die Talfahrt erinnerte schon fast an die letzten Jahre voller Abstiegsängste. Auch da spielte man guten Fußball, konnte aber nicht die Punkte einfahren. Insofern wird Trainer Florian Kohfeldt eine Mannschaft zusammenstellen, die in erster Linie für Zählbares gegen robuste Gäste sorgen kann. ​Die zuletzt erkälteten Spieler waren beim Abschlusstraining wieder mit von der Partie.


Der Aufsteiger aus Düsseldorf wird kämpferisch und mutig erwartet, denn die Fortunen sind kurz vor der Winterpause bereits Abstiegskandidat Nummer Eins. Nach dem 3:3 beim ​FC Bayern München holte sich das Team von Friedhelm Funkel Selbstbewusstsein für die kommenden Spiele und ließ sich auch vom 0:1 gegen den ​1. FSV Mainz 05 nicht aus der Ruhe bringen. Umso mehr werden die Bremer auf der Hut sein, sich nicht vor heimischer Kulisse überrumpeln zu lassen.


Abwehr


Dabei vertraut Kohfeldt -so gut es geht- auf erfahrenes Personal. Im Tor wird Jiří Pavlenka langsam wieder zu dem gewohnten Rückhalt, den man aus der Vorsaison kennt. Gegen den ​SC Freiburg war er einer der besten Bremer und dürfte seiner Mannschaft noch so manchen Punkt retten. Davor ist Kohfeldt gezwungen, seine Abwehr umzustellen.


Da sowohl ​Miloš Veljković (Muskelfaserriss) als auch ​Niklas Moisander (Gelb-Rot-Sperre) nicht spielen können, wird Marco Friedl in der Innenverteidigung erwartet. Daneben wird Sebastian Langkamp zu seinem fünften Saisonspiel kommen, der Neuzugang machte aber bei seinen letzten Auftritten keine besonders gute Figur. ​Luca Caldirola werden derweil keine Hoffnungen auf weitere Einsätze für Grün-Weiß gemacht. Rechts und links spielen die hochklassigen Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson.


Mittelfeld


Im Mittelfeld erhält vermutlich Nuri Şahin eine weitere Chance neben dem aktuell gesetzten Maximilian Eggestein. Auch Davy Klaassen dürfte trotz einiger individueller Fehler in den letzten Partien weiterhin das Vertrauen des Trainers genießen. Gerade wegen der Abwesenheit von Veljković und Moisander wird das Mittelfeld schon viele Angriffe unterbinden müssen.


Es gilt vor allem, ​95-Stürmer Dodi Lukebakio unter Kontrolle zu bekommen: „Wir müssen darauf achten, die Angriffe schon im Keim zu ersticken", mahnte Kohlfeldt auf der Pressekonferenz vor der Partie. Das Dreieck Şahin-Klaassen-Eggestein soll dabei für Balance im Spiel der Bremer sorgen. Dennoch schmerzt der Ausfall von Philipp Bargfrede nach wie vor.


Angriff


Offensiv wird Werder versuchen, früh im Spiel die Zeichen auf Sieg zu stellen. Somit dürfte Kohfeldt ein schwer ausrechenbares Sturmtrio aufwarten, welches untereinander die Positionen wechselt und sich die Bälle aus dem Mittelfeld holt. Martin Harnik, Max Kruse und Johannes Eggestein sind die wahrscheinlichsten Optionen für die Startelf. Allerdings kommen sie zusammen nur auf vier Ligatore – deutlich ausbaufähig.


Wenn man gegen Düsseldorf seine Chancen liegen lässt, wird es wohl eine aufreibende Partie für die Gastgeber. Außerdem wird ​Sturm-Hoffnung Josh Sargent erstmals im Bundesligakader stehen. „Das hat er sich mit in den letzten Wochen mit seinen Trainingsleistungen verdient“, erklärte Kohfeldt. Je nach Spielverlauf könnte Sargent zu seinem ersten Einsatz kommen.


Die potenzielle SVW-Aufstellung im Überblick:

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