Nach den beiden jüngsten Siegen des VfL Wolfsburg gegen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt wird Bruno Labbadia ungewollt umstellen. Im Duell gegen ​1899 Hoffenheim muss der 52-Jährige mit John Anthony Brooks und William auf zwei Stammkräfte in der Abwehrreihe verzichten, will sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen.


​Als sprichwörtlicher ​Serienkiller überraschten die Niedersachsen gegen die zuvor wochenlang ungeschlagenen Leipziger und Frankfurter, wodurch man vor dem 14. Spieltag bis auf den achten Tabellenplatz kletterte und die eigene Durststrecke von nur einem Sieg seit dem dritten Spieltag dank der Systemumstellung auf ein 4-3-1-2 System beendete.


Mit der TSG Hoffenheim wartet der nächste Serientäter. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann ist in der ​Bundesliga seit sechs Spielen ungeschlagen und profitiert am Samstag möglicherweise davon, dass dem VfL zwei wichtige Akteure nicht zur Verfügung stehen werden.

VfL Wolfsburg v Hertha BSC - Bundesliga

  Wichtiger Rückhalt: Auf US-Nationalspieler John Anthony Brooks muss Bruno Labbadia verzichten


Sowohl Innenverteidiger John Anthony Brooks als auch Rechtsverteidiger William, die beide noch keine Minute in dieser Saison verpassten, erhielten gegen Eintracht Frankfurt jeweils ihre fünfte Gelbe Karte. "Dass es Sperren gibt, damit muss man leben. Aber es ist schade, dass es gleich zwei Spieler trifft, beide aus der Viererkette", ärgerte sich Labbadia auf der Pressekonferenz vor der Partie (via Sportbuzzer).


Ändern kann er an der Situation allerdings nichts. "Wir müssen es so nehmen, wie es ist", weiß der Trainer, der bereits die passenden Alternativen gewählt hat: Paul Verhaegh und Felix Uduokhai.


Labbadia strahlt "vollstes Vertrauen" aus


Routinier Verhaegh, in der abgelaufenen Saison noch Stammspieler, sei ohnehin die erste Alternative für William - genau wie Youngster Uduokhai im Zentrum. "Wir haben vollstes Vertrauen in Felix Uduokhai, dass er Jay Brooks gut ersetzen kann. Es war sicherlich auch gut, dass er zuletzt bei der deutschen U21 zum Einsatz kam", sagte Labbadia zuversichtlich.

Trotz der Sperren bleibt er dementsprechend "entspannt. Wir vertrauen allen Spielern, die wir im Kader haben. Wenn wir das Vertrauen nicht hätten, wären sie nicht im Spielkader." Dass beide nur spärlich zum Einsatz kommen, hat daher andere Gründe. Dabei geht es vor allem um Automatismen und ein gewisses Grundgerüst: "In der Verteidigung brauchst du Struktur, da versuchst du, nicht permanent etwas zu ändern. Das ist dann schwierig für die, die hintendran sind. Da muss man Geduld haben, der Tag kommt dann irgendwann."


Dieser Tag ist nun sowohl für Verhaegh als auch für Uduokhai gekommen. Gegen Hoffenheim soll im besten Fall der nächste Dreier her, doch auch mit Brooks und William hätte es keine garantierten Punkte gegeben.