Der ​1. FC Köln kann beim Duell gegen ​Jahn Regensburg wieder die Tabellenspitze zurückerobern. Sollte Hamburg gegen Paderborn verlieren, würde sogar schon ein Unentschieden reichen. Trotz der ​Personalsorgen drängen die Rheinländer auf einen Dreier. 


Das 3-5-2-System hat dem 1. FC Köln zuletzt einige positive Ergebnisse beschert. 8:1 gegen Dresden, 3:0 in Darmstadt und 4:0 gegen Fürth. Die Balance aus Abwehr und Angriff könnte kaum besser sein. Doch die personellen Engpässe könnten Trainer Markus Anfang zum Umdenken zwingen. Auch eine Systemumstellung ist denkbar beim Duell gegen den Tabellenzehnten aus Regensburg. 

Effzeh. Start-XI

Im Tor könnte Timo Horn seine Serie von zwei aufeinanderfolgenden Spielen ohne Gegentor ausbauen. Gegen die gefährliche Sturmreihe der Regensburger (26 Tore) muss Kölns Dreier- beziehungsweise Viererkette aber erst einmal Stand halten. Gegen Fürth bildeten zuletzt Benno Schmitz, Rafael Czichos und Jorge Mere ein stabiles Trio, das ein Extra-Lob von Anfang einheimste: "Die drei machen es im Verbund mit Marco Höger sehr gut." 


Jener Verbund könnte aber auseinanderreißen, da Schmitz einen Schlag im Training abbekam und Höger wegen einer Narbe Probleme hat. Sowohl der 24-Jährige als auch der Routinier und Ex-Schalker Höger drohen auszufallen. Als Alternativen stehen Frederik Sörensen, der noch keine Partie von Anfang an machte, und Matthias Bader bereit.

Auch im Offensivzentrum muss Köln auf einen wichtigen Spieler verzichten. Österreichs Nationalspieler Louis Schaub, der aufgrund von Leistenproblemen wie die beiden obengenannten Spieler nicht trainieren konnte, verpasst das Spiel am Freitagabend (18.30 Uhr) möglicherweise auch. Sein Ausfall wäre nur schwer zu kompensieren, da der 23-Jährige mit neun Torvorlagen der Top-Vorbereiter in der ​Zweiten Liga ist. Schaubs möglicher Ersatzmann ist Niklas Hauptmann. Der 22-jährige stand zwar erst zweimal in der Startelf, kommt aber regelmäßig als Joker. Salih Özcan könnte den Vorzug erhalten, auch wenn er in den letzten drei Partien nur elf Minuten spielte.


Neben der bisher noch unbekannten Alternativlösung wird im Halbraum wohl erneut Dominick Drexler auflaufen. Fällt Schaub aus, steht der Ex-Kieler noch stärker in der Verantwortung als ohnehin schon. Gegen Fürth schoss er das 1:0 selbst, beim 2:0 holte Drexler den Strafstoß heraus.


Auf der linken Außenbahn ist Jannes Horn gesetzt, auf der rechten Marcel Risse unumstritten. Auch im Sturm besteht kein Bedarf, irgendetwas umzustellen. Simon Terodde trifft sowieso wie er will und Jhon Cordoba ist mit vier Toren aus den letzten beiden Spielen auch äußerst erfolgreich. Stürmer Anthony Modeste hat derweil noch keine Spielgenehmigung. Regensburg ist seit zehn Spielen ungeschlagen, das Auswärtsspiel wird für den 1. FC Köln alles andere als einfach.