​Eintracht Frankfurt befindet sich derzeit in der ​Bundesliga auf einem echten Höhenflug. Dabei trugen auch die klugen Neuverpflichtungen einen großen Teil bei. Eine Ausnahme ist ​Chico Geraldes, der bislang noch nicht überzeugen konnte. Zuletzt kamen daher Gerüchte über einen möglichen Abgang des Mittelfeldspielers auf. Sportdirektor Bruno Hübner bezog nun Stellung.


In den letzten Jahren bewies die Führungsetage der Hessen in Sachen Transfers immer wieder ein goldenes Händchen. Welcher Experte hätte schließlich Luka Jovic, Sebastien Haller und Co. eine derartige Entwicklung zugetraut? Der Fall des portugiesischen Spielmachers beweist jedoch, dass selbst gewiefte Kaderplaner wie Fredi Bobic und Bruno Hübner nicht vor Fehlgriffen gefeilt sind. 

FC Augsburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Sportdirektor Bruno Hübner will keine voreilige Entscheidung treffen


Eigentlich hätte der 23-Jährige der Königstransfer der Hessen werden sollen. Dabei ernteten die Verantwortlichen der Frankfurter in diesem Sommer viele Schulterklopfer, als es ihnen gelungen war, den offensiven Mittelfeldspieler für eine geringe Leihgebühr von Sporting Lissabon loszueisen. Als einziger Wermutstropfen galt damals lediglich, dass man sich keine Kaufoption sichern konnte. Nun, knapp sechs Monate später, gestaltet sich die Situation für den Mittelfeldakteur jedoch äußerst als schwierig.


So hatte der Portugiese seit seinem Wechsel in die Bundesliga erhebliche Mühe, sich an das Tempo und die Zweikampfhärte in Deutschland zu gewöhnen. Auch aufgrund einer schweren Rückenverletzung, die den Youngster zu einer knapp zweimonatigen Pause zwang, wartet der ehemalige portugiesische U21-Nationalspieler noch immer auf sein erstes Pflichtspiel für die Eintracht. Die Sportzeitung Record berichtete daher zuletzt für viele Beobachter wenig überraschend davon, dass der Leihvertrag bereits in diesem Winter aufgelöst werden soll.

FC Augsburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Trainer Adi Hütter ist bislang von Chico Geraldes nicht überzeugt


Bruno Hübner dementierte laut dem Wiesbadener Kurier nun jedoch, dass man bereits wisse, wie es mit Geraldes weitergeht. "Es ist noch keine grundsätzliche Entscheidung gefallen", so der Sportdirektor. Dabei räumte der 57-Jährige jedoch auch ein, dass sich der Spieler "mehr Spieleinsätze" wünscht. Konkrete Schritte wolle man aber erst nach dem letzten Hinrundenspiel gegen den FC Bayern München überdenken.


​Trainer 
​Adi Hütter machte seinem Schützling bislang wenig Hoffnungen. So hatte der österreichische Fußballlehrer bereits im Sommer-Trainingslager der Frankfurter angedeutet, dass er mit dem Fitnesszustand des Edeltechnikers nicht einverstanden ist und sich dieser doch arg strecken müsse, um sich an die Belastungen zu gewöhnen. Durch einen Abgang des bislang gescheiterten Neuzugangs würde sich für die Frankfurter die Möglichkeit ergeben, einem neuen Mittelfeldspieler das Vertrauen zu schenken. Dabei wurde zuletzt immer wieder der Name Sebastian Rode, aktuell beim BVB völlig außen vor, als Back-up für Lucas Torro in den Raum geworfen.