​Wenn ​Manchester United am Abend den ​FC Arsenal empfängt, geht es für José Mourinho und sein Team darum, den Big Four im Nacken sitzen zu bleiben. Bei einer Niederlage könnte man wiederum bis auf den zehnten Platz zurückfallen. Vor der Partie erklärte der Trainer, wieso man den Spitzenteams der Liga hinterherhinkt.


„Alle Mannschaften haben sich verbessert – wir nicht“, brachte Mourinho seine Analyse auf den Punkt und äußerte damit Kritik an der Transferpolitik des Vereins. Die Plätze eins bis vier der Premier League belegen ​Manchester City, ​FC Liverpool, ​FC Chelsea und eben Arsenal. Den fünften Platz halten die ​Tottenham Hotspur. Diese kommen zwar komplett ohne Neuzugänge aus, haben aber keine Leistungsträger abgegeben. „Das ist das beste Investment“, befand Mourinho, „dass man seine Top-Spieler halten kann.“


Manchester United hingegen stagniere in seiner Entwicklung, weswegen man keine Sonne gegen die großen Namen sehe. Mourinho erlebt als Trainer von Manchester United eine schwierige Saison und ist nur Siebter der Premier League. Ausgerechnet jetzt muss die Mannschaft ein „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den FC Arsenal bestreiten. Die Gunners rangieren mit acht Punkten Vorsprung auf dem vierten Platz – genau da will United hin.


Die Londoner hätten wiederum weniger durch Einkäufe als durch den frischen Wind des neuen Trainers Unai Emery Fahrt aufgenommen. Der heutige Gegner ist seit 19 Spielen ungeschlagen und kommt mit enormem Selbstvertrauen ins Old Trafford. Der FC Chelsea hat im Sommer für 137 Millionen Pfund eingekauft, während der FC Liverpool sogar über 182 Millionen Euro ausgegeben hat. United hat zwar immerhin auch über 80 Millionen Euro zugeschlagen, aber treibt damit eben unterhalb der Dimensionen der Gegner.

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Auch wegen 67-Millionen-Euro-Mann Riyad Mahrez (re.) verlor United gegen City


Nach der schmerzhaften Niederlage gegen Manchester City konnte sich United noch immer nicht aus der Krise befreien und spielte zwei Remis gegen die Underdogs Crystal Palace und den FC Southampton. Die Ansprüche von Fans, Spielern, Trainer und Vereinsfunktionären werden nicht erfüllt. Wehmütig blickt man auf den Stadtrivalen, der United längst den Rang abgelaufen hat. Vor allem Riyad Mahrez, der für 67 Millionen Euro kam, sei bezeichnend für den Willen der Skyblues, sich hohe Ziele zu stecken.


Mourinho gibt sich und sein Team aber nicht auf: „Ich habe eine schwierige Saison erwartet, aber mein Ziel ist nach wie vor die Top-Vier-Plätze zu erreichen. Wir müssen bis zum Ende dafür kämpfen.“ Es ist zwar unwahrscheinlich, dass ausgerechnet die Reds die furiose Serie Arsenals stoppen können, aber - so ist es nun mal - im Fußball ist alles möglich.