In den letzten beiden Jahren retteten sich die Wölfe jeweils erst in der Relegation. Aktuell beschäftigen den Verein jedoch keine Abstiegssorgen. In den letzten beiden Partien beendeten die Wölfe die Serien von Leipzig und Frankfurt. Für ​Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke haben die Neuzugänge einen besonderen Anteil daran.


"Wir haben ein paar andere Charaktere dazubekommen, die dem einen oder anderen aufzeigen: Pass auf, das kann auch anders gehen als Hacke, Spitze...", sagte Schmadtke dem Sportbuzzer und führte aus: "Ich finde, dass Jerome Roussillon, Wout Weghorst, Daniel Ginczek und auch Pavao Pervan extremst wertvoll sind für den Auftritt der Mannschaft." 


Vor allem der Franzose Roussillon und die beiden Stürmer Weghorst und Ginczek haben sich bisher nachhaltig empfohlen. Die Stürmer Weghorst und Ginczek etwa liegen mit fünf beziehungsweise drei Toren und mit je zwei Vorlagen in der Rangliste der zehn besten Scorer unter den Top 10. Ersatztorhüter Pervan kam erst einmal zum Einsatz, als die etatmäßige Nummer eins Koen Casteels gegen Leverkusen wegen der bevorstehenden Geburt seines Kindes fehlte. 


Wolfsburg startete stark in die Saison mit Siegen gegen Schalke, in Leverkusen und einem Unentschieden gegen die Hertha. Dann folgte jedoch eine längere Durststrecke mit dem negativen Höhepunkt am neunten November in Hannover (1:2). Seit der jüngsten Länderspielpause ist die Mannschaft von Bruno Labbadia aber ​wieder in der Spur. Gegen die Spitzenteams aus Leipzig und Frankfurt gelangen den Niedersachen zwei unerwartete Befreiungschläge. In der Tabelle hat man sich etwas freigeschwommen - von Platz zwölf bis auf Platz acht. 

"Ich glaube, dass unsere Verpflichtungen mitverantwortlich dafür sind, dass wir einen anderen Auftritt haben", äußerte sich Schmadtke. Die größte Überraschung für den ehemaligen Geschäftsführer des 1. FC Köln bislang sei, dass das Team kontinuierlich als Einheit auftrete und versuche, die Dinge gemeinsam umzusetzen. "Auch die Spieler, die in den vergangenen beiden Jahren beim VfL waren, haben sich Gedanken gemacht über die zwei Jahre und sich gesagt: Das müssen wir irgendwie anders machen", lobte der 54-Jährige. 


Am Samstag (15.30 Uhr) steht gegen die TSG 1899 Hoffenheim die nächste Wolfsburger Standortbestimmung auf dem Terminkalender. Verzichten muss Labbadia auf John Anthony Brooks und William, die zuletzt jeweils die fünfte Gelbe Karte bekamen. Für das Abwehr-Duo könnten Felix Uduokhai und Paul Verhaegh in die Startelf rücken. Mit Guilavogui meldet sich nach über dreimonatiger Verletzung indes eine Alternative fürs Mittelfeld zurück. Ob der Franzose beginnen kann, ist aber noch unklar. Nichtsdestotrotz wird es erneut auf die Tagesform der Neuzugänge ankommen, die nach Schmadtkes Lob umso motivierter sein dürften.