​Kevin Wimmer sollte eigentlich die Lücke schließen, die Salif Sané nach seinem Wechsel zum FC Schalke 04 in der Abwehrreihe von Hannover 96 hinterließ. Der Österreicher entwickelte sich allerdings nicht zu der gewünschten Stammkraft, weshalb die Niedersachsen vor einem Dilemma stehen, wie der ​Sportbuzzer berichtet.  


Noch zu Saisonbeginn stand Wimmer, der für ein Jahr auf Leihbasis vom Premier-League-Absteiger Stoke City nach Hannover wechselte, regelmäßig in der Startformation unter Trainer André Breitenreiter, doch der Kredit war schnell verspielt. Bei den Niederlagen gegen den 1. FC Nürnberg und 1899 Hoffenheim spielte er eine entscheidende Rolle, weshalb der Brasilianer Felipe und später Josip Elez den 26-Jährigen auf die Ersatzbank verdrängten.


Zwar konnten auch die weiteren Experimente des Trainers die Gegentor-Flut (28 nach 13 Spielen) nicht verhindern, weshalb im Winter mindestens ein neuer Innenverteidiger verpflichtet werden soll. Doch dieser wird womöglich auch verpflichtet, um weitere Einsätze für Wimmer so gut es geht zu verhindern.

Wie nun berichtet wird, ließen sich die Hannoveraner auf ein teures Geschäft mit Stoke ein. Sollte Wimmer eine bestimmte Anzahl an Pflichtspielen erreichen, muss der Verein den Spieler per Klausel fest verpflichten. In der heutigen Zeit ist dies kein unübliches Transfermodell, doch die Ablösesumme liegt in einem für die 96er finanziell kaum machbaren Bereich und beträgt satte zwölf Millionen Euro.


Kind bestätigt Klausel


"Ja, es gibt diese Klausel", bestätigte Kind auf Anfrage des Sportbuzzer. Über die genaue Anzahl der benötigten Pflichtspiele wurden keine Angaben gemacht, schätzungsweise sollen es jedoch insgesamt 24 Partien sein, die Wimmer absolvieren müsse.

Borussia Moenchengladbach v Hannover 96 - Bundesliga

  Selbst wenn André Breitenreiter Kevin Wimmer gerne öfters einsetzen würde: Er darf es sich aufgrund der Klausel kaum erlauben


Nach neun Einsätzen in der Bundesliga und zwei im DFB-Pokal hat der Ex-Kölner beinahe die Hälfte erreicht. Bisheriger Rekord-Einkauf ist der Brasilianer Jonathas, der nach dem Wiederaufstieg für neun Millionen Euro verpflichtet wurde, allerdings nicht wirklich überzeugen konnte und bis zum Saisonende an Corinthians Sao Paulo verliehen wurde. 


In der Theorie würde Wimmer somit zum neuen Rekord-Zugang der Hannoveraner aufsteigen, doch die Ablösesumme könne sich der Verein laut des Berichts "nicht ansatzweise leisten." Wie beide Parteien nun bis zum Saisonende verfahren werden, bleibt daher offen.



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