​Beim ​FC Bayern München ist die Fehde zwischen Präsident ​Uli Hoeneß und Vereinslegende Paul Breitner seit einigen Tagen ein großes Dauerthema. Breitner hat sich bereits vor geraumer Zeit mit den Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters überworfen. Medienberichten zufolge soll ein geplanter TV-Auftritt der Grund dafür gewesen sein, weshalb der 67-Jährige im Frühjahr 2017 seinen Job beim FC Bayern gekündigt hat. 


Anfang März 2017 gab Breitner bekannt, dass er zum Ende des Monats von seinem Amt als Markenbotschafter zurücktreten wird. Der 67-Jährige erklärte damals gegenüber der tz und der Bild-Zeitung, dass er "den Staffelstab" an einen jüngeren Nachfolger übergeben will. 


Die Sport Bild hat nun angeblich den wahren Grund für Breitners Kündigung enthüllt. Demnach hatte der Weltmeister von 1974 dem Bayerischen Rundfunk einen Auftritt in der Sendung Blickpunkt Sport zugesagt.

Breitner wurde von der Vereinsführung jedoch nahegelegt, diesen Termin nicht wahrzunehmen, da es zwischen dem Klub und dem TV-Sender zu diesem Zeitpunkt angeblich Differenzen gegeben hat. Der Ex-Bayern-Profi kam der Bitte der Verantwortlichen nach und sagte den Auftritt ab. Breitner musste dann mit ansehen, wie ​Hasan Salihamidzic, der kurze Zeit zuvor ebenfalls zum Markenbotschafter ernannt wurde, in der Sendung auftrat. Dies soll den 67-Jährigen dazu bewegt haben, seinen Job beim deutschen Rekordmeister hinzuschmeißen.


Gegenüber der Sport Bild gab der FC Bayern an, dass es sich um "einen internen Kommunikationsfehler" gehandelt habe. Hoeneß sei damals nicht involviert gewesen. Der Präsident äußerte sich jedoch am Sonntag beim Fanclub-Besuch zu seinem ehemaligen Mannschaftskollegen. "Paul Breitner hat in den letzten acht Jahren fast zwei Millionen Euro an Honorar bekommen für 15 bis 20 Vorträge bei Sponsoren", erklärte der 66-Jährige.

FC Bayern Muenchen Annual General Assembly

Verbannte Paul Breitner von der Ehrentribüne: Uli Hoeneß


"Er hat Anfang 2017 diesen Vertrag nach einer Auseinandersetzung mit Karl-Heinz Rummenigge, wo es auch um Presseauftritte ging, hingeschmissen", führte Hoeneß weiter aus. In der vergangenen Woche hatte der Streit zwischen den beiden Weltmeistern einen neuen Tiefpunkt erreicht. Hoeneß hatte dem ehemaligen Markenbotschafter nach dessen scharfer Kritik an der öffentlichen Medienschelte der Klubbosse nahegelegt, sich nicht mehr ​auf der Ehrentribüne blicken zu lassen