​Borussia Dortmunds Axel Witsel fühlt sich wohl beim BVB. Nach seiner Zwischenstation in China hat er mit dem Bundesligisten die richtige Wahl getroffen. Ein Jahr bevor sich die Borussia den Belgier schnappte, war auch der ​FC Bayern am Mittelfeldspieler interessiert. 


Seit Anfang August spielt Axel Witsel nicht mehr bei Quanjian in China, sondern für Borussia Dortmund. Während sein Engagement im Reich der Mitte eher aus finanziellen Interessen erfolgte, will der 29-Jährige in der ​Bundesliga wieder aus sportlichen Gründen auf sich aufmerksam machen: "Ich hatte Sehnsucht nach Fußball auf dem höchsten Niveau. Im Sommer bot sich für mich wohl die letzte Chance, in eine der besten Ligen der Welt zu wechseln. Die habe ich ergriffen – und alles richtig gemacht", sagte der 29-Jährige im Gespräch mit der Sport Bild.


Witsel spürte das Potenzial von Beginn an


Der belgische Nationalspieler spürte, "dass Dortmund die richtige Wahl sei. Ich wusste von Anfang an, dass ich die Qualität habe, mich hier zu behaupten und zu helfen", so der Mitteldspieler: "Trotzdem war der BVB für mich eine Herausforderung, die ich unbedingt annehmen wollte."


Witsel selbst konnte das Talent der Mannschaft im Sommer erahnen, wie er verriet: "Als ich die ersten Trainingseinheiten im August absolviert habe, spürte ich gleich: Wir haben großes Potenzial in der Truppe und viele gute Spieler. Da war mir klar, dass wir sehr erfolgreich sein können." Trotzdem sei er überrascht, dass die Entwicklung so rasch voranschreitet. "Es sind viele neue Spieler hier, dazu viele junge. Normalerweise braucht es etwas mehr Zeit, um eine Einheit zu werden. Aber wir haben eine Super-Stimmung innerhalb der Mannschaft, die hilft uns enorm", sagte Witsel.


​Insgesamt spielt der Belgier eine fantastische Saison. Am vergangenen Wochenende überzeugte er gegen den SC Freiburg (2:0) mit einer Zweikampfquote von 75 Prozent. Da seine Mitspieler den defensiven Mittelfeldakteur permanent suchten, knackte Witsel mit 149 Ballkontakten den Saison-Bestwert von Münchens Thiago (148 gegen Leverkusen). Nach der Partie bekam er Lob von Dortmunds Manager Michael Zorc: "Axel ist unser Herzstück", lobte Dortmunds Manager Michael Zorc im Interview mit der Bild


FC Bayern fragte bei Witsel an


Darüber hinaus bestätigte Witsel ein konkretes Bayern-Angebot im Sommer 2017. "Damals spielte ich seit einem halben Jahr in China. Herr Ancelotti hat sich bei Fabio Cannavaro, meinem damaligen Trainer bei Tianjian Quanjian nach einem Transfer erkundigt und sein Interesse hinterlegt. Fabio hat ihm aber relativ schnell klar gemacht, dass er mich nicht gehen lässt. Damit war das Thema erledigt", verriet Witsel. 


Zum damaligen Zeitpunkt kam es Witsel ohnehin nicht in den Sinn, in eine renommiertere Liga zu wechseln. Offenbar soll er 15 Millionen Euro im Jahr verdient haben. Dass Geld eine große Rolle spielte, als er im Winter 2017 Zenit St. Petersburg verließ und nach China ging, wollte Witsel gar nicht bestreiten: "Ich bin ehrlich: Es ist ein gutes Gefühl für mich und meine Familie. Ich habe ja auch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass das Geld damals der größte Beweggrund war, um nach China zu wechseln. Für mich stellte sich die Frage nach einem Wechsel damals nicht – auch wenn Bayern ein großer Klub ist."


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