Der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders von Werder Bremen ist hoch. Dementsprechend erhalten junge Spieler kaum eine Gelegenheit, sich erstmals in der Bundesliga unter Beweis zu stellen. Dies betrifft auch den 18-jährigen Jean-Manuel Mbom. Der Mittelfeldspieler soll entgegen einigen anderen Akteuren allerdings nicht verliehen werden, wie Sportchef Frank Baumann laut Mein Werder verkündete.


Nach den Investitionen im Sommer konnte Werder die Qualität der eigenen Mannschaft noch einmal steigern. Die Ausgaben von knapp 25 Millionen Euro zahlten sich aus, doch für die Nachwuchstalente wird es zunehmend schwerer, sich ins Rampenlicht zu spielen. Drei, die dabei im Fokus stehen, sind Jean-Manuel Mbom, Thore Jacobsen und Ole Käuper.


Gegen Ludwig Augustinsson und Marco Friedl ist Linksverteidiger Jacobsen ebenso chancenlos wie Käuper und Mbom im zentralen Mittelfeld. Dort kämpfen bereits Philipp Bargfrede, Nuri Sahin, Maximilian Eggestein, Davy Klaassen und Kevin Möhwald um regelmäßige Einsatzzeiten, weshalb es für beide nahezu unmöglich ist, Bundesliga-Luft zu schnuppern.

SV Werder Bremen v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

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Speziell für Käuper ist die Situation schwierig. Der 21-Jährige zog sich im Pokalspiel bei Wormatia Worms im August nach gerade einmal zehn Minuten einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu, weshalb er erst vor wenigen Wochen sein Comeback bei der zweiten Mannschaft feiern konnte. Während er als Kandidat für einen Wechsel gilt, soll Mbom den Bremern weiterhin erhalten bleiben.


Baumann: "Liegen voll im Soll"


Der Deutsch-Kameruner, der vor fünf Jahren vom JFV Göttingen in die Nachwuchsabteilung von Werder wechselte, ist in der Regionalliga Nord eine feste Größe und steht regelmäßig bei der zweiten Garde auf dem Platz. Noch sei zwar kein Platz für ihn da, doch laut Baumann verlaufe die Entwicklung wie erwartet: "Manuel Mbom ist definitiv kein Ausleihkandidat. Es ist kein Thema und es kam auch kein Zeichen in dieser Hinsicht von ihm. Wir verfolgen einen Zwei- bis Dreijahresplan mit ihm und liegen voll im Soll."

Mbom wurde ohnehin im Sommer bereits von der U19 in die erste Mannschaft hochgezogen, während Käuper und Jacobsen erst von der zweiten Mannschaft aus den Sprung zu den Profis schafften. Bei beiden steht ein möglicher Abgang im Raum: "Thore hat über 80 Drittligaspiele. Das halbe Jahr bei den Profis hat ihn weiter gebracht, vielleicht hilft ein Zwischenschritt, um noch weiter zu kommen", so Baumann über Jacobsen. Mit Käuper hingegen werde man "in Ruhe besprechen, was der richtige Weg ist".


Klar ist jedoch, dass beide lediglich verliehen werden sollen. Denn künftig will Werder weiterhin Eigengewächse in der Bundesliga etablieren und somit auf eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit setzen.