Am Wochenende lieferte Jürgen Klopp mal wieder einen seiner bekannten Ausraster, für den ihn die Anhänger so lieben, oder hassen. Nachdem der Siegtreffer im Derby gegen Everton erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit gefallen war, sprintete der deutsche Coach über den halben Platz. Nun ist er für die Aktion bestraft worden.


Dass ein Derby etwas Besonderes ist, braucht man keinem Fußballfan zu erklären. Ein solch hochemotionales Spiel allerdings erst in der letzten Minute der Nachspielzeit zu entscheiden, setzt dann doch viele Emotionen frei. Bei manchen auch zu viele. Dass Jürgen Klopp einer der Kandidaten dafür ist, sich zu sehr zu freuen oder auch mal aufzuregen, ist auch keine Neuigkeit mehr.


Am Sonntag aber war es mal wieder soweit. Das Tor von Divock Origi in der sechsten Minute der Nachspielzeit, was letztlich den ​1:0-Sieg im Derby über den FC Everton bedeutete, verleitete den ​Liverpool-Coach dazu, in den Mittelkreis zu seinem Keeper zu rennen und diesem jubelnd um den Hals zu fallen. Eine Aktion, über die man auf der Insel alles andere als 'amused' war.

Denn den Trainern in England ist es strikt untersagt, während des Spiels die Coaching-Zone zu verlassen. Das musste auch Klopps Trauzeuge David Wagner schon feststellen, der mal für einen Jubellauf an der Seitenlinie zwei Spiele auf die Tribüne verbannt wurde. Daher war nun auch bei Jürgen Klopp Schlimmes zu befürchten, eine drastische Strafe war erwartet worden.


Diese ist aber nun deutlich kleiner ausgefallen, was wohl erneut Diskussionen nach sich ziehen wird, welche Trainer wie behandelt werden. Für Jürgen Klopp aber gibt es nur eine Geldstrafe, wie der Mirror nun berichtet. Demnach soll Klopp eine Strafe von 8.000 Pfund bezahlen, der Trainer hat die Strafe laut dem englischen Blatt auch bereits akzeptiert.


Damit kann der 51-Jährige morgen Abend beim Spiel in Burnley auf der Trainerbank sitzen. Dabei dürfte er aber dennoch unter besonderer Beobachtung stehen.

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