Seit mittlerweile fünf Spielen wartet der ​SV Werder Bremen auf einen Sieg. Bei der 1:2-Heimpleite gegen Bayern München bestätigten die Weser-Kicker einmal mehr ihre aktuelle Formdelle. Vor allem von den Führungsspieler ist derzeit so gut wie nichts zu sehen. Werder-Coach Florian Kohfeldt nahm seine Profis dennoch in Schutz.

„Wir sind individuell alle nicht mehr auf dem Level, wie wir es vielleicht in der Phase gegen Hertha und Wolfsburg waren“, stellte Kohfeldt fest. Einzelne Spieler wie beispielsweise Maximilian Eggestein, der momentan in einem kleinen Leistungstief steckt, nahm der 36-jährige Fußballlehrer laut Deichstube allerdings heraus. „Maxi hat eineinhalb Jahre durchgespielt, dazu kommen noch seine Einsätze in der U21-Nationalmannschaft.

SV Werder Bremen v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Befindet sich ebenfalls in einem Leistungsloch: Werder-Kapitän Max Kruse.


Auch Davy Klaassen muss sich aktuell Kritik gefallen lassen. Der Niederländer begann nach seinem Wechsel im Sommer stark, scheint inzwischen aber kein Faktor mehr zu sein. Laut Kohfeldt mache sich beim 25-Jährigen derzeit die fehlende Spielpraxis aus der Vorsaison beim FC Everton bemerkbar.

„Werde die Jungs nicht infrage stellen“

„Es war klar, dass er bei uns irgendwann vom Rhythmus her sein Top-Level nicht halten kann“, so der Trainer, der an dieser Stelle allerdings auch an die Leistungen aus den vorherigen Monaten erinnerte – und vor allem deutlich machte, dass seine Spieler noch ordentlich Kredit bei ihm haben: „Die Jungs haben am Limit gespielt. Ich werde sie nicht infrage stellen, denn wir wollen uns entwickeln.“

Ob die angesprochene Entwicklung der Werder-Profis zusammen mit dem ambitionierten Saisonziel – der Nordklub will nach Europa – in Bremen Hand in Hand gehen können, ist zum jetzigen Stand zumindest fraglich. Nach den zahlreichen guten Auftritten nicht alles auf den Kopf stellen zu wollen, ist zunächst zwar richtig. Fakt ist aber: die Entwicklung der Kohfeldt-Truppe gerät dieser Tage mehr und mehr ins Stocken. Findet der Coach derweil nicht die richtigen Stellschrauben und kann so nicht an diesen drehen, ist an der Weser schnell wieder Mittelmaß, statt der Traum vom internationalen Geschäft angesagt…