​Der Sieg von ​Hertha BSC bei ​Hannover 96 hat auch einige Opfer der Beliner erfordert: Maximilian Mittelstädt zwingen muskuläre Probleme im Oberschenkel erstmal zu einer kleinen Pause, auch Marko Grujic hat sich erneut verletzt. Insgesamt wird die Verletztenliste aber langsam kürzer.


Als die Mannschaft von Hertha BSC am Sonntag nach dem erfolgreichen Auswärtsspiel in Hannover wieder auf dem Trainingsplatz stand, waren Maxmilian Mittelstädt und Marko Grujic nicht dabei. Mittelstädt wurde am Samstag in der 69. Minute eingewechselt, zog sich im Laufe des Spiels dann eine leichte Verletzung zu und spielte angeschlagen durch: "Maxi hat im Spiel etwas gespürt und bis zum Ende gespielt", erklärte Trainer Pal Dardai im kicker. "Er wird nochmal untersucht. Es sieht nach einer Zerrung und drei, vier Tagen Pause aus."


Marko Grujic machte in Hannover erst wieder sein zweites Spiel seit einem Bänder- und Kapselriss zu Beginn der Saison, beide Partien hatte der Serbe aber direkt durchgespielt. Nach dem Hannover-Spiel plagten Grujic laut kicker Rückenbeschwerden. "Wenn du dich so reinschmeißt und zweimal 90 Minuten gehst, ist das nach so einer Verletzungspause normale Müdigkeit", sagte Dardai. "Vielleicht einen Tick größere Müdigkeit als sonst." Beide Spieler sollten also am nächsten Wochenende gegen ​Eintracht Frankfurt wieder zur Verfügung stehen.

Hertha BSC v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

Marko Grujic ist derzeit vom FC Liverpool ausgeliehen



Generell lichtet sich das Lazarett der Hertha allmählich wieder. Vladimir Darida trainiert momentan individuell und soll demnächst wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Coach Dardai fände es "nicht schlecht, wenn Vladi fit ist", möchte aber auch keinen unnötigen Druck aufbauen. "Bei Muskel- oder Sehnengeschichten spricht man oft von drei Tagen und am Ende werden drei Wochen draus." 


Auch Innenverteidiger Karim Rekik ist bald wieder einsatzfähig und soll am Dienstag wieder voll trainieren. "So ist der Plan", berichtete Dardai. Eine Rückkehr des Niederländers gegen den starken Angriff der Frankfurter wäre sicher ebenfalls hilfreich, doch der Trainer mahnte auch hier zur Vorsicht: "Karim hat in der Hinrunde schon zweimal pausiert. Seine Saison ist bislang nicht ganz rund. Und Jordan Torunarigha und Fabian Lustenberger haben es hinten sehr gut gemacht."