​​Jose Mourinho läuft auch in dieser Saison mit ​Manchester United den hohen Ansprüchen meilenweit hinterher. So haben die aktuell in der Premier League auf dem siebten Platz liegenden Red Devils bereits satte 14 Punkte Rückstand auf denTabellenführer Manchester City und haben mit der Meisterschaft schon jetzt nichts mehr zu tun. Dass der einstige Serienmeister in der Liga einfach nicht wieder in Schwung kommen will, hat nach Ansicht des Cheftrainers auch wirtschaftliche Gründe.


So betonte der Portugiese gegenüber BBC Sport, dass sich die Gegebenheiten Im englischen Fußball in den letzten Jahren drastisch verändert haben. Daher könne man die jetzigen Phase unmöglich mit den Glanzzeiten unter Klublegende Alex Ferguson vergleichen. So sei es nun viel schwerer hochwertige Spieler zu verpflichten. Früher hätten die kleinen Klubs förmlich darum gebettelt, ihre besten Spieler an Klubs wie United abzugeben, die heutige Situation sehe jedoch komplett anders aus.

Dabei machte der Taktikfuchs seine Überlegungen anhand eines Beispiels greifbar. So verwies er darauf, dass die Red Devils unter Ferguson im Sommer 2006 18 Millionen Pfund auf den Tisch gelegt hatten, um mit Michael Carrick einen der besten Spieler der ​Tottenham Hotspur zu verpflichten. Nur zwei Jahre später habe man wenig Mühe gehabt mit Dimitar Berbatov einen weiteren Führungsspieler loszueisen. Heutzutage hingegen sei es fast unmöglich Spieler von Tottenham ins Old Trafford zu lotsen. "Der Fußball hat sich verändert. Können wir heute dort hingehen und uns Harry Kane holen? Dele Alli? Eriksen? Son? Nein. Wer ist also mächtiger, wir oder sie", so Mourinho.


Um Spieler doch von einem Wechsel zu überzeugen, wären wahrlich astronomische Summen von Nöten. Dies sei jedoch nicht der Weg von Manchester United. Um jedoch jüngere, nicht ganz so teure Spieler in die Mannschaft zu integrieren, benötige man Zeit. Weitere Neuzugänge für den Kader des englischen Traditionsvereins erwartet der Startrainer im Winter daher nicht wirklich. "Ich denke nicht, dass wir jemanden unter Vertrag nehmen werden. Wenn dann höchstens einen Spieler. Aber im Moment gehe ich nicht davon aus".