Auch bei seinem Leih-Klub konnte er sich nicht durchsetzen: Riechedly Bazoer ist schon wieder in Ungnade gefallen und trainiert ab sofort nur noch mit der zweiten Mannschaft des FC Porto. Zudem erwartet den 22-Jährigen ein Disziplinarverfahren und demnach womöglich eine Geldstrafe.


Der in Wolfsburg blass gebliebene Mittelfeldakteur trainiert bereits seit November mit der zweiten Mannschaft des FC Porto, nachdem er sich nicht an Vereinbarungen gehalten hat. Wie die portugiesische Zeitung O JOGO berichtet, kam Bazoer nach einer viertägigen Pause Anfang November zu spät zurück zur Mannschaft und soll deshalb zur B-Elf abgeschoben worden sein.


Sein Trainer Sérgio Conceição soll ihn demnach nicht mehr für den Profi-Kader berücksichtigen. In der zweiten portugiesischen Liga hat er schon zwei Einsätze absolviert. Immerhin erhält er Spielpraxis, wird mit der Entwicklung aber nicht zufrieden sein.


Ehrlicherweise wirft dies Bazoer nicht allzu sehr zurück, da er bei den Dragões ohnehin nicht die erste Wahl war. Sein Marktwert lag im Sommer 2016 noch bei 15 Millionen Euro – mittlerweile steht er nur noch bei vier Millionen. Wolfsburg soll etwa zwölf Millionen Euro an Ajax Amsterdam überwiesen haben, doch nun sieht es so aus, als entwickle sich der Niederländer zum teuren Missverständnis.


Auch für den FC Porto, der Bazoer mit einer Kaufoption über knapp zehn Millionen Euro aus Niedersachsen ausgeliehen hat. Er kam seither nur in vier Spielen für die Profi-Mannschaft zum Einsatz und kann damit nicht zufrieden sein. Wie es aktuell aussieht, wird der portugiesische Serienmeister seine Kaufoption nicht ziehen. Die Verbannung zur zweiten Mannschaft ist jedenfalls ein deutliches Signal, dass man mit ihm nicht zufrieden ist. Die Medienberichte bringen eine Rückkehr zum VfL bereits im Winter ins Gespräch.