Wie groß Ludwig Augustinssons Potenzial wirklich ist, war zu Beginn seiner Bundesligazeit nicht in dem Ausmaße absehbar. Da er sich aber derart schnell entwickelt, ist sein Wunsch nach dem nächsten Schritt nicht überraschend. Im Interview mit dem Portal Mein Werder setzte er sich ein klares Ziel: „In ein, zwei Jahren will ich bei einem Top-Team spielen.“


Desto besser aus Sicht des ​SV Werder Bremen, dass Augustinsson seinen Vertrag an der Weser nach der starken Weltmeisterschaft bis 2022 verlängert hat, denn der 24-Jährige hat ambitionierte Ziele für seine Karriere und geht offen mit ihnen um: „Für die Zukunft habe ich große Träume. Ich habe ​Champions League gespielt und es geliebt, das will ich natürlich wiederholen“, erklärte er im Gespräch mit Mein Werder.


Bei Werder bildet Augustinsson mit seinem Pendant Theodor Gebre Selassie auf rechts eine dynamische und verlässliche Abwehrzange. Seit seinem Transfer vom FC Kopenhagen absolvierte er 47 Spiele für den Bundesligisten und ist auf seiner Position felsenfest gesetzt. Durch das Erreichen des WM-Viertelfinales hat er seinen Marktwert beinahe verdoppelt und steht nun bei zwölf Millionen Euro.


Eine Hausnummer für die Werderaner, die in den vergangenen Jahren viele Leistungsträger ziehen lassen mussten. Nicht nur hier wird eine Parallele zu Thomas Delaney ersichtlich: Der Däne kam ebenfalls vom FC Kopenhagen nach Bremen und steigerte seinen Marktwert mit guten Leistungen rasend schnell auf zwölf Millionen Euro, bevor er zu ​Borussia Dortmund abwanderte.

FC Bayern Muenchen v SV Werder Bremen - Bundesliga

Nur eine gemeinsame Bremer Saison: Ludwig Augustinsson (r.) und Thomas Delaney (2.v.r.)


Auch Delaney machte wie Augustinsson nie einen Hehl daraus, dass er den nächsten Karriereschritt annehmen würde. ​Nach nur anderthalb Spielzeiten verließ er die Grün-Weißen und spielt jetzt mit Dortmund um die deutsche Meisterschaft. Doch auch Bremen erlebt bislang eine gute Saison und spielt vielversprechenden Fußball. Das sieht auch Augustinsson so: „Jetzt liegt der Fokus voll auf Werder“, erklärte er professionell.


So dürfen sich die Bremer durchaus Hoffnungen machen, dass er noch eine Weile im Weserstadion auflaufen wird. Zwar ist es noch kein „Top-Team“, wie es sich Augustinsson vorstellt, aber die Möglichkeit, europäisch zu spielen, hat Werder in der eigenen Hand. Der Schwede räumte selbst ein, dass er seinen Vertrag nicht ohne Grund verlängert habe, sondern im Verein eine erfolgreiche Perspektive einräume. Qualifiziert man sich für Europa, hat man gute Argumente auf seiner Seite.


Bei den jüngsten Punktverlusten in der Liga wurde aber deutlich, dass dem SVW noch einiges fehlt, um Spitzenspieler halten zu können. Wenn sich die Negativserie fortsetzt und der europäische Zug abgefahren sein sollte, könnte sich Augustinssons Fokus eventuell verschieben.