Nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga hatte sich die ​Werkself in dem sportlich wenig bedeutsamen Spiel gegen Ludogorez Rasgrad viel vorgenommen – Bayer wollte vor heimischem Publikum den Gruppensieg perfekt machen. Letztlich kam die Mannschaft von Chefcoach Heiko Herrlich aber nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Das sagten die Beteiligten nach der Partie.

„Wir wollten heute das Spiel gewinnen, das ist uns nicht gelungen. Mit dem 1:1 können wir leben – auch, wenn wir die etwas bessere Mannschaft waren“, stellte Heiko Herrlich fest. Der Trainer veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen Stuttgart praktisch auf allen Positionen – lediglich Charles Aranguiz durfte erneut von Beginn an ran.

Bayer 04 Leverkusen v Ludogorets - UEFA Europa League - Group A

Ratlos: Gegen Ludogorez kam die Werkself nicht über ein 1:1 hinaus.


„Es war kein Fußball-Leckerbissen“, erklärt der 46-Jährige, „durch die vielen Veränderungen in der Startelf hat man schon gemerkt, dass die Automatismen ein Stück weit gefehlt haben. Wir haben heute zu lang gebraucht bei unseren Offensivaktionen. Dadurch konnte sich Ludogorez immer wieder gut sortieren. Es ging alles einen Tick zu langsam.“

Im Netz waren sich die Leverkusener Fans indes einig. Mehr als ein Remis ist bei dieser durchaus überschaubaren Leistung der Werkself nicht drin gewesen. Das Ausgleichstor durch Mitchell Weiser sprach zwar für die Moral der Herrlich-Truppe, insgesamt erwischte der Bundesligist aber mal wieder einen gebrauchten Abend.

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​​Neben der Tatsache, dass Leverkusen in dieser Saison einfach nicht die Kurve bekommen will, wurden die leeren Ränge in der BayArena - lediglich 15.000 Zuschauer fanden sich am Abend ein - auch unter den Fans diskutiert.

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​​Bitter war für Bayer darüber hinaus auch die​ Verletzung von Panagiotis Retsos. Knapp drei Monate fiel der 20-jährige Grieche aufgrund eines Sehnenanrisses aus, feierte gegen Ludogorez sein Comeback. Nun musste er die nächste Hiobsbotschaft hinnehmen: der Youngster zog sich wohl einen Muskelfaserriss zu.

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