Sowohl Matthijs de Ligt als auch Frenkie de Jong sind heiß umworben. Zahlreiche Top-Klubs buhlen um die beiden Ajax-Juwele. Amsterdams Trainer Erik ten Hag hat nun auch das Interesse des FC Bayern München bestätigt.


Ten Hag kennt den ​FC Bayern, dessen Vereinskultur und das Umfeld, obwohl er nie für die erste Mannschaft arbeitete. Zwischen 2013 und 2015 trainierte der Niederländer die Münchener Reserve in der Regionalliga. Aktuell liegt er mit Ajax in der niederländischen Eredivisie auf Rang zwei, ebenso wie in der Champions-League-Gruppe hinter dem FCB.


Zwei seiner wichtigsten Spieler, Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong, sind gleichzeitig auch zwei der heiß-umworbensten Talente Europas. Ten Hag legt dem 19-jährigen Innenverteidiger de Ligt und dem 21-jährigen Strategen de Jong einen Wechsel in die ​Bundesliga nahe, auch wenn er beide gerne lange noch bei Ajax halten würde. 


"Aber ich bin kein Träumer", sagte ten Hag der Sport Bild. Er ist sich bewusst, dass beide Talente mittelfristig bei europäischen Spitzenklubs unterkommen werden: "Alle Top-Sechs-Klubs Europas sind hinter Matthijs und Frenkie her." Ein Transfer der beiden wäre also bei weitem kein Selbstläufer: "Ich kann Bayern sagen: Alle Top-Klubs sind an ihnen interessiert. Und es gibt bei uns keine Ausstiegsklauseln mehr. Den Preis bestimmt Ajax. Das gibt dem Verein zumindest finanziell ein Stück Planungssicherheit", verriet ten Hag. 


Transfers würden Bayern-Rekordausgaben sprengen


Nach Informationen der Sport Bild wünscht sich Amsterdam für beide Talente einen Gesamtgewinn von 150 Millionen Euro. Sollten sich die Münchner auf ein Wettbieten einlassen, müssten sie um ein Vielfaches mehr ausgeben als 2017, als der bisherige Rekordtransfer Corentin Tolisso 41,5 Millionen Euro kostete. Doch selbst der Rekordmeister, der in den letzten Jahren immer davor zurückschreckte, teure Millionentransfers zu tätigen, muss spätestens im kommenden Sommer handeln. 

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Ajax-Kapitän mit 19: Matthijs de Ligt gilt als größtes Abwehr-Talent Europas


Der Transfer von Benjamin Pavard (35 Millionen Euro) vom VfB Stuttgart gilt bereits als sicher. Es könnte die kostspieligste Transferperiode der Vereinsgeschichte anstehen. Offenbar plant Bayern mit Transferausgaben in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro. Unlängst hatte Präsident Uli Hoeneß angekündigt: "Wir werden nächstes Jahr, wenn der zweite Schritt des Umbruchs kommt, sicherlich das Mannschaftsgesicht ziemlich verändern."

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Bei de Jong (l.) scheint Barça in der Pole Position zu sein


Mindestens ein hochkarätiger Flügelspieler soll auf der Liste stehen, dazu ein Angreifer, ein Innenverteidiger wie de Ligt und ein Sechser wie de Jong. Auch wenn Erik ten Hag eine Verbindung zum FC Bayern hat und seine beiden Schützlinge zu einem Wechsel zu seinem ehemaligen Arbeitgeber raten kann, sollte man nicht davon ausgehen, dass beide sich dem FC Bayern anschließen. Die besten Karten im Fall Frenkie de Jong scheint der FC Barcelona zu haben - auch der 1,89 Meter große de Ligt ist sehr umworben und dürfte nicht für weniger als 75 Millionen Euro zu haben sein.