Der SV Werder Bremen bastelt weiter an der Zukunft seiner Heimspielstätte. Neben den Überlegungen, die Namensrechte des Weser-Stadions zu verkaufen, geht es vor allem um die Ausweitung der Stehplätze sowie der weiteren Einführung von "rauchfreien Blocks".


In den meisten Stadien ist das Rauchen auf den Rängen seit jeher üblich, doch dagegen wollen die Bremer nun vorgehen. "Unser Ziel ist ein rauchfreies Stadion. Wir werden das Schritt für Schritt angehen", verkündete Präsident und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald während der gestrigen Mitgliederversammlung (via Deichstube). 


Allerdings werde man aufgrund von logistischen Gründen noch einige Zeit benötigen. Der erste Schritt war die Errichtung eines rauchfreien Blocks auf der Westtribüne. Wer damit nicht einverstanden war und im zudem eine Dauerkarte besaß, habe jedoch einen anderen Platz wählen können. "Irgendwann ist das natürlich nicht mehr möglich", so Hess-Grunewald, der dementsprechend um Geduld bat.

SV Werder Bremen v Hamburger SV - Bundesliga

  Der Krawall der Gästefans betraf vor allem die darunter angesiedelten Anhänger. Dieses Problem soll in Zukunft beseitigt werden



Ohnehin soll die Westtribüne weiter modifiziert werden. Grund hierfür seien Bedenken bei den Sicherheitsvorkehrungen, nachdem die angereisten Fans des Hamburger SV im Februar durch das Abrennen von Pyrotechnik beinahe einen Spielabbruch provozierten. Vielmehr sei jedoch bedenklich, dass direkt unter dem Gästebereich Werder-Fans angesiedelt waren und sich schlussendlich den Rauchwolken ausgesetzt gesehen haben.


Es werde "ergebnisoffen über eine Umgestaltung diskutiert". Die Westtribüne habe "absolute Priorität" vor den anderen Umbaumaßnahmen, die vornehmlich die Ostkurve betreffen. Die soll nämlich um Stehplätze erweitert werden - auch oberhalb der VIP-Logen. "Die grün-weiße Wand ist eine Vision, für die ich große Sympathien habe. Wir beschäftigen uns mit der generellen Machbarkeit", so Hess-Grunewald. Dies sei allerdings ein "langfristiges Projekt".