Der Prozess zum Bombenanschlag auf den BVB-Bus ist beendet. Attentäter Sergej W. wurde am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt.​


Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Brügge am Mittwochabend (21 Uhr) wollte man sich beim ​BVB nicht groß zum Urteil für Sergej W. äußern. Der Fokus bei den Schwarz-Gelben richtet sich voll und ganz auf das Sportliche.


Und dennoch werden alle im Borussen-Lager froh sein, endlich einen Schlussstrich unter den feigen Bomben-Anschlag zu ziehen. 595 Tage nach den Ereignissen vom 11. April 2017 wurde Sergej W. am Dienstag zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt. 


Die Anklage lautete versuchter Mord in 28 Fällen und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Seit Ende 2017 lief die Verhandlungen. Oberstaatsanwalt Carsten Dombert bekräftigte in seinem Abschlussplädoyer ​die Forderung nach einer lebenslangen Freiheitsstrafe.


"Alles, was er getan hat, sollte dazu führen, ein größtmögliches Schadensbild herbeizuführen. Die konkrete Angriffsweise auf den Bus belegt, dass der Angeklagte gezielt die Tötung und schwere Verletzungen in sein Kalkül aufgenommen hat. Letztendlich zockt der Angeklagte so um eine Strafe - wie er auch mit dem Leben der Insassen des Busses gezockt hat“, wird das Plädoyer von der Bild zitiert.