​Für ​Borussia Mönchengladbach läuft es in der Bundesliga sehr gut, nach dem 4:1 über ​Hannover 96 belegen die Fohlen weiterhin Platz zwei und kämpfen momentan um den sechsten deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte. Anscheinend könnte der Titel aber auch abseits des Platzes gewonnen werden: Mit 50 Millionen Retweets. 


Twitter ist immer mal wieder Schauplatz für unterhaltsame Wortgefechte. Auch innerhalb der Bundesliga kommt es manchmal dazu, wie beispielsweise zwischen ​Fortuna Düsseldorf und ​Bayer Leverkusen nach dem ​Rheinischen Derby im September. Die Leverkusener haben dabei bereits auch eine kleine Geschichte mit einem anderen Bundesligisten: Borussia Mönchengladbach. 


Als die beiden Klubs im Mai 2015 zum entscheidenden Duell um Rang drei in der Bundesliga aufeinander trafen, lieferten sich die Twitter-Abteilungen vor dem Spiel ein kleines Scharmützel, in dem Anspielungen auf jeweils deutliche Siege gegen den anderen gemacht wurden. Gladbach ging letztlich mit einem Verweis auf fünf gewonnene deutsche Meisterschaften als Sieger hervor: "Die Schale dürft ihr euch gerne anschauen. Nur nicht anfassen. Aber das kennt ihr ja." Auch das Spiel gewannen die Fohlen mit 3:0, hinterher gratulierte Bayer fair.


Vor dem Spiel der Gladbacher gegen Hannover forderte ein Fan den englischsprachigen Twitter-Account der Borussen auf, den Fans "die Liga zu geben" - also den Titel zu holen. Die Social-Media-Abteilung fragte daraufhin mal bei der Bundesliga nach, wie viele Retweets es dafür brauche. 

Auf die Vorgabe der 50 Millionen starteten die Gladbacher sogleich einen Aufruf und verwiesen dabei auf einen 16-jährigen Amerikaner, der für 18 Millionen Retweets ein Jahr freie Chicken Nuggets von der Fast Food Kette "Wendy's" bekommen sollte. Er tweetete damals: "Help me please. A man needs his nuggs." Am Ende war Carter Wilkerson schon mit 3,6 Millionen Retweets erfolgreich. Die Borussia probiert es nun also mit einer ähnlichen Taktik.


Daraufhin meldeten sich auch ​Borussia Dortmund und ​RB Leipzig zu Wort: Der BVB sprach von der "falschen Borussia", Leipzig wird dem Twitter-Account der Bundesliga nicht mehr folgen, sollten die Gladbacher Erfolg haben. Momentan hat der Aufruf etwa 16.000 Retweets - es ist also noch ein langer Weg zu gehen. Da scheint der sportliche Erfolg wahrscheinlicher.

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