​Der ​FC Schalke 04 hat im letzten Heimspiel des Jahres ​Bayer 04 Leverkusen zu Gast. Die Königsblauen werden am 19. Dezember nicht in den gewohnten Heimtrikots auflaufen. Zum Abschied des Bergbaus im Ruhrgebiet haben die Knappen etwas Besonderes geplant. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat dafür eine Sondergenehmigung erteilt.


Ende 2018 schließt im Ruhrgebiet die letzte Zeche. Das Heimspiel gegen die Werkself steht daher ganz im Zeichen des Bergbau-Abschieds. "Unsere Spieler werden an diesem Tag nicht in den gewohnten Heimtrikots auflaufen, sondern stattdessen jeweils einen Zechennamen aus unserer Region auf der Brust tragen", erklärte Marketingvorstand Alexander Jobst in einem vereinseigenen Interview. 


"Dafür hat uns die Deutsche Fußball Liga eine Sondergenehmigung erteilt – wir freuen uns sehr, dass sie uns und den Kumpeln das ermöglicht", betonte der 45-Jährige. Erstmals in der langen Geschichte der Bundesliga wird eine Mannschaft mit verschiedenen Trikot-Aufschriften auflaufen. Haupt- und Trikotsponsor Gazprom habe "direkt zugestimmt, die Brust einmalig freizumachen". Jobst sprach im Interview von einer "großen Geste" des Sponsors. 

Die Bergbau-Trikots werden für einen guten Zweck versteigert. "Der Erlös wird der RAG-Stiftung – und somit Förderprojekten und sozialen Zwecken – zugutekommen", gab der Marketingvorstand zu Protokoll. Für die Fans gibt es allerdings keine Möglichkeit, die besonderen Trikots im Shop zu kaufen. 


"Wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden", erklärte Jobst im Interview mit Reviersport. "Denn dieser emotionale Abschied vom Bergbau ist für uns keine Marketingaktion, sondern ein würdiger Abschluss der gemeinsamen Geschichte des Bergbaus und des ​FC Schalke 04."