​Mit klaren Aussagen machte Trainer Adi Hütter klar, dass man Kevin Trapp bei ​Eintracht Frankfurt gerne länger halten würde. Doch obwohl eine feste Verpflichtung ein Gewinn für alle Beteiligten wäre, hat Frankfurt noch nicht mit Paris Saint-Germain gesprochen.


Wenn man die Vereinshomepage von Eintracht Frankfurt aufruft, blickt dem Besucher unter anderem ein jubelnder Kevin Trapp entgegen. Mit geballten Fäusten und im gelben Torwarttrikot der SGE ist der 28-Jährige bereits wieder ein Aushängeschild des Vereins. Und das als Leihspieler – obwohl er dem Ruf des Ruhmes folgte und im Sommer 2015 bei Paris Saint-Germain anheuerte.


In Frankfurt ist man nicht nachtragend. Adi Hütter wird von Bild dahingehend zitiert, dass man Trapp gerne über die Saison hinaus verpflichten möchte. Dennoch haben die Verhandlungen zwischen den Parteien noch nicht begonnen, wie Manager Bruno Hübner im Rahmen des 3:1-Siegs über den ​FC Augsburg mitteilte: „Es gab noch keine Gespräche.“


​Prinzipiell spricht dabei alles für einen Verbleib von Torhüter Kevin Trapp bei Eintracht Frankfurt: Paris ist mit dem französischen Nationalkeeper Alphonse Areola und Legende Gianluigi Buffon gut aufgestellt und könnte auf Trapp verzichten. Außerdem läuft es hervorragend bei der Eintracht und man ist in einer guten Ausgangslage im Rennen um die Plätze für den europäischen Wettbewerb. Keeper Frederik Rönnow, mit dem man in die Saison gestartet war, kommt an Trapp nicht vorbei.

Und der Rückkehrer fühlt sich obendrein noch wohl im Verein. Nach dem siebten Saisonsieg sagte er, dass es noch zu früh für Gespräche sei. Aber im Interview mit Sport1 machte er Hoffnung, dass nichts dagegen spreche, dass er bei der SGE bleibe, „außer Paris und Eintracht möchten nicht.“ Ist dies ein klarer Wunsch des deutschen Nationalkeepers, in Frankfurt zu bleiben?


Nur eingeschränkt, denn was er anspricht, ist tatsächlich die größte Hürde. Trapp steht bei PSG unter Vertrag. Bei seinem Wechsel in die Ligue 1 überwies der Hauptstadtklub über neun Millionen Euro nach Frankfurt, insofern wird Paris ein harter Verhandlungspartner. Das sieht auch Bruno Hübner so. Der Sportdirektor der Eintracht erklärte im Gespräch mit Sport1, dass er eine schwere Aufgabe darin sieht, Trapp zu halten: „Es ist eine große Herausforderung.“


Frankfurt wird nicht bereit sein, eine gewisse Schmerzgrenze zu überschreiten, wenn es um die Ablösesumme geht. Gleichfalls wird Paris den teuren Transfer von 2015 nicht verschleudern. Und mit seinen großartigen Leistungen macht Trapp auch noch andere große Interessenten auf sich aufmerksam. Wenn diese finanzstarke Angebote an die Pariser machen, sind Frankfurt wohl die Hände gebunden.


Allerdings wird Trapp auch ein Wörtchen mitzureden haben. Wenn er bereit ist, Einbußen seines Gehalts hinzunehmen, kann er auch mit der Eintracht europäisch spielen, wenn er weiterhin so einen starken Rückhalt darstellt. Und wenn die Herausforderung des Gesprächs bald angenommen wird.