Seit dem Sommer wollte der 1. FC Köln eigentlich einen Ersatz für Leonardo Bittencourt verpflichten. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte nach dem Abstieg zur TSG Hoffenheim und hinterließ eine große Lücke auf dem linken Flügel. Diese sollte ursprünglich in der Winterpause gefüllt werden, doch wie der Express berichtet, wurden diese Pläne nun wieder gestrichen. 


Bislang musste Trainer Markus Anfang regelmäßig improvisieren, um einen passenden Spieler für die Außenbahn zu finden. Die Experimente mit Serhou Guirassy, Jannes Horn oder Dominick Drexler brachten allerdings nicht den gewünschten Erfolg, weshalb man im Winter offenbar drei Millionen Euro in einen Flügelspieler investieren wollte.


Dabei sei vor allem der Transfer von Drexler ein Grund dafür gewesen, dass man bereits im Sommer nicht mehr fündig wurde. Demnach haben schlichtweg die finanziellen Mittel gefehlt, nachdem der Absteiger insgesamt knapp 13 Millionen Euro investierte - vier davon in Drexler, der erst wenige Wochen zuvor von Holstein Kiel zum FC Midtjylland wechselte.


Nun soll allerdings auch im Winter kein Neuer kommen, nachdem bereits ​Anthony Modeste in die Domstadt zurückkehrte. Der 30-Jährige ist zwar ein klassischer Stürmer und wird hauptsächlich im Zentrum spielen, doch nun sei die Mannschaft nicht nur von der Qualität her, sondern auch in der Breite stark genug aufgestellt, um am Ende der Saison den direkten Wiederaufstieg schaffen zu können.

SV Sandhausen v 1. FC Koeln - Second Bundesliga

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Hinzu komme jedoch auch die Systemumstellung von Anfang, der bis vor kurzem noch auf ein 4-1-4-1 setzte. Spätestens nach der Niederlage im direkten Duell gegen den Hamburger SV zeigte sich jedoch, dass die Mannschaft eine Veränderung braucht. Daher veränderte der Trainer die Formation auf ein 3-1-4-2  und feierte prompt einen 8:1-Kantersieg über Dynamo Dresden sowie ein 3:0 über den SV Darmstadt.


In dieser Formation werden die Außenbahnen von Jonas Hector respektive Jannes Horn (links) und Marcel Risse (rechts) besetzt. Die Zentrale bilden Dominick Drexler, Marco Höger und Louis Schaub - mit Erfolg. Vor dem Duell des HSV gegen Union Berlin (Montag, 20:30 Uhr) liegen die Kölner punktgleich mit den Hanseaten auf dem ersten Tabellenplatz und haben vier Punkte Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze. Zu den bisher erzielten 35 Toren dürften noch einige hinzukommen, doch speziell mit der Defensive (18 Gegentore) dürfte Anfang noch nicht zufrieden sein.