​Der ​VfB Stuttgart konnte sich in diesem Sommer durch zahlreiche Neuzugänge vermeintlich verstärken. Dabei war Sportvorstand ​Michael Reschke vor allem von der Kaderbreite im zentralen Mittelfeld derart überzeugt, dass er mit ​Orel Mangala einen talentierten Sechser an den Zweitligisten Hamburger SV auslieh. Nachdem der Youngster bei den Rothosen zuletzt richtig aufblühte, erklärte der Kaderplaner des VfB nun jedoch, dass die Schwaben in Zukunft wieder mit dem Belgier planen.


Im Sommer 2017 wechselte der ehemalige Jugendspieler von Borussia Dortmund an den Neckar und sollte den Stuttgartern nach dem geglückten Wiederaufstieg in die Bundesliga noch mehr Stabilität verleihen. Dabei spielte der damalige Trainer Hannes Wolf bei dem Deal eine große Rolle, schließlich hatten beide beim BVB bereits erfolgreich zusammengearbeitet. Der ganz große Durchbruch wollte Mangala beim VfB aber noch nicht sofort gelingen. So kam er zwar auf 20 Einsätze, zumeist wurde er jedoch nur eingewechselt.

SV Sandhausen v VfB Stuttgart - Pre-Season Friendly

Beim VfB Stuttgart agierte Orel Mangala nicht immer glücklich


Im Sommer 2018 entschloss sich die Führungsriege der Schwaben daher dazu, dem Youngster beim Hamburger SV mehr Spielpraxis zu gönnen. Der fünffache belgische U21-Nationalspieler wurde bis zum Saisonende an die Hanseaten ausgeliehen. Beim Nordklub konnte sich der defensive Mittelfeldspieler in Windeseile einfügen und wurde von Trainer Christian Titz schnell in die Mannschaft integriert. Zwar musste der feinfühlige Coach vor ein paar Spieltagen seinen Hut nehmen, mit Hannes Wolf übernahm jedoch ausgerechnet Mangalas größter Förderer das Ruder bei den Hamburgern.


Kein Wunder also, dass der einstige Bundesliga-Dino nichts gegen eine feste Verpflichtung des 20-Jährigen einzuwenden hätte. Gegenüber der Hamburger Morgenpost schob Reschke derartigen Überlegungen jedoch einen Riegel vor. "Orel Mangala wird am 1. Juli definitiv zum VfB Stuttgart zurückkehren. Die Tür für einen Transfer ist keinen Spalt geöffnet", so der 61-Jährige. 


Ohnehin hatte der Sportvorstand laut dem kicker bereits vor mehreren Monaten erklärt, dass er überzeugt davon sei, dass der Mittelfeldakteur "in der Zukunft beim VfB noch eine tragende Rolle spielen kann".

VfB Stuttgart v Borussia Dortmund - Bundesliga

Michael Reschke lässt bei Mangala nicht mit sich verhandeln


Angesichts der zumeist schwachen Leistungen der Stuttgarter Mittelfeldzentrale in dieser Spielzeit, ist die angekündigte Rückkehr von Mangala für die Fans der Schwaben zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer. Inwieweit der Spieler selbst seinem Comeback entgegenfiebert, ist nicht überliefert. Wenn es ganz bescheiden für ihn läuft, könnte er mit dem HSV den Aufstieg packen, nur um dann mit dem VfB womöglich erneut in der zweiten Liga auflaufen zu müssen.