DORTMUND, GERMANY - OCTOBER 31: Julian Weigl of Borussia Dortmund gestures during the DFB Cup match between Borussia Dortmund and 1. FC Union Berlin at Signal Iduna Park on October 31, 2018 in Dortmund, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

BVB: 4 Gründe, die für einen Weigl-Abgang im Winter sprechen

Julian Weigl ist einer der Verlierer des Aufschwungs von Borussia Dortmund unter Lucien Favre. Lediglich 379 Minuten stand er in der laufenden Saison in Pflichtspielen auf dem grünen Rasen. Seinen letzten Einsatz gegen den FC Bayern München bezeichnete BVB-Trainer Favre öffentlich als taktischen Fehler und wechselte Weigl schon zur Halbzeit aus. Kürzlich wurde berichtet, dass der FC Arsenal an einer Verpflichtung des 23-Jährigen interessiert sei. Sollte Weigl zu haben sein, wird es sicherlich noch mehr Interessenten geben. 


Das spricht für einen Abgang des Mittelfeldspielers:

1. Konkurrenz zu stark - Der "Witsel-Faktor"

Ein großes Problem für Borussia Dortmund in der vergangenen Saison war das zentrale Mittelfeld. Also wurde im Sommer viel Geld in die Hand genommen und nachgerüstet: Axel Witsel und Thomas Delaney wechselten zum BVB. Beide sind seither gesetzt. Vor allem an Witsel ist für Weigl kein Vorbeikommen: Die beiden ähneln sich in ihrer Spielanlage als "Ballmagneten", doch der Belgier spielt so herausragend, dass Weigl auch weiterhin das Nachsehen haben wird. Gegen Bayern durften beide ausnahmsweise gemeinsam ran, doch dieses Experiment beendet Favre nach 45 Minuten - mit Dahoud (als "Risikospieler") statt Weigl spielte der BVB wesentlich besser. Die Einsatzzeiten dürften sich also nicht erhöhen.

2. Stagnierende Form

Es war schon eine kleine Überraschung, dass Borussia Dortmund Julian Weigl im Sommer 2015 verpflichtete. Doch noch viel überraschender war es, dass sich der zentrale Mittelfeldmann auf Anhieb durchsetzte und unter Thomas Tuchel zum Stammspieler reifte sowie fünf Spiele in der deutschen Nationalmannschaft absolvierte. Doch seit einiger Zeit stagniert die Entwicklung des 23-Jährigen, nach Tuchels Abgang wurden die Leistungen deutlich schwächer. Ohne regelmäßige Spielzeit im Dress des BVB wird sich daran auch erst einmal nichts ändern.

3. Hohes Ansehen im Ausland

Schon 2016 soll halb Europa hinter Weigl her gewesen sein, Klubs wie der FC Barcelona, Real Madrid oder Manchester City wollten den Dortmunder angeblich holen. Namen kommentierte Weigl zwar nicht, bestätigte aber Interesse: "Meine Berater haben mich über einige Angebote und Interessenten informiert", sagte er in einem Gespräch mit 11 Freunde im März 2017. "Aber sie haben das meiste von mir weggehalten, weil es für uns keinen Sinn gemacht hätte. Es wäre definitiv zu früh gewesen." Im vergangenen Sommer soll zudem angeblich sein Ex-Trainer Thomas Tuchel interessiert gewesen sein, Weigl nach Paris zu lotsen. Tuchel dementierte die Gerüchte zwar, sprach seinem ehemaligen Schützling aber erneut ein Lob aus: "Wir haben in Dortmund zusammengearbeitet. Er hatte bislang eine tolle Karriere und hat sich sehr gut entwickelt. Viele Clubs in Europa hätten ihn gerne in ihren Mannschaften. Er kann viele Teams verstärken."

4. DFB-Team im Blick behalten

Fünfmal lief Julian Weigl bisher für die deutsche Nationalmannschaft auf, sein letztes Länderspiel war allerdings im März 2017. Für die Weltmeisterschaft in Russland im vergangenen Sommer spielte er aufgrund seiner durchwachsenen Vorsaison keine Rolle. Momentan befindet sich das DFB-Team im Umbruch, es wäre für Weigl eine große Chance, in die Nationalmannschaft zurückzukehren. Dafür müsste er in seinem Klub allerdings Stammspieler sein - und das wird er in Dortmund vorerst eher nicht werden.