Vor dem zwölften Spieltag in der Bundesliga liegt ​Eintracht Frankfurt auf einem starken vierten Platz. Kein Wunder also, dass sich viele Spieler derzeit einen Wechsel zu den Hessen gut vorstellen können. Dass auch der ehemalige Nationalspieler ​Marko Marin nichts gegen einen Wechsel zum Team von ​Adi Hütter einzuwenden hätte, liegt jedoch an seiner Vergangenheit. So wäre eine Rückkehr zu den Adlern ein Reise zu seinen fußballerischen Wurzeln.​


Nachdem der Deutsche seinen Heimatklub SG Hoechst verlassen hatte, lief der kleine Tempodribbler für mehrere Jahre in den Jugendmannschaften der Eintracht auf. Im Sommer 2005 entschloss er sich dann jedoch, seine Karriere in der U19 von Borussia Mönchengladbach fortzusetzen. Bei den Fohlen reifte der spätere Nationalspieler dann zu einem gestandenen Bundesligaspieler heran und dribbelte so manchem Gegenspieler Knoten in die Beine.

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Selbst Neymar hat Probleme, Marko Marin den Ball abzuluchsen


In den letzten Jahren hielten sich hartnäckige Gerüchte, wonach die Frankfurter den Jungprofi damals nicht mehr halten wollten, da sie den Youngster als zu klein einstuften. Mittlerweile konnte Armin Kraaz, Leiter des Leistungszentrum am Riederwald, jedoch aufklären, dass die Eintracht den Mittelfeldspieler damals keineswegs loshaben wollte. "Marko war schon Jugendnationalspieler und natürlich wollten wir ihn halten", wird Kraaz von fussball.news zitiert. Das Verhältnis zwischen Marin und seinem Ex-Verein scheint daher nicht annähernd so fragil, wie lange angenommen.


In einem Interview mit der Plattform Globo erklärte der mittlerweile 29-Jährige sogar, dass er sich eine Rückkehr zur alten Liebe durchaus vorstellen könnte. "Meine Eltern leben in Frankfurt, ich habe zehn Jahre als Junior bei der Eintracht verbracht und hätte nichts dagegen, meine Karriere dort eines Tages zu beenden", so der Linksaußen. Dabei wäre eine erneute Luftveränderung für den Flügelflitzer, der derzeit für Roter Stern Belgrad auf Torejagd geht, bei Weitem nichts Neues. Schließlich sind die Serben bereits der neunte Profiklub in der bewegten Karriere des Offensivspielers.

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In der Bundesliga kam Marko Marin bislang auf 124 Einsätze


Den Anfang nahm seine Odyssee nach seiner unglücklichen Zeit beim FC Chelsea. Danach konnte der Spieler in mehreren Klubs nicht so recht Fuß fassen und packte zumeist bereits nach wenigen Monaten wieder seine Koffer. Bei seinem neuen Klub konnte er jedoch unlängst ein echtes Ausrufezeichen setzten. So war er beim 2:0-Erfolg gegen den FC Liverpool in der Champions League einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz und konnte zwei Torvorlagen beisteuern. Angesichts des starken Kaders der Frankfurter muss der gebürtige Jugoslawe wohl dennoch noch länger warten, bis Eintracht-Manager Bruno Hübner zum Hörer greift.