​Gianluca Gaudino galt einst als Mega-Talent des ​FC Bayern München, doch trotz einiger Profieinsätze gelang der Durchbruch nicht. Wie der Express berichtet, hält sich Gaudino nun in der U23 von ​Borussia Mönchengladbach fit.


Mit gerade einmal 17 Jahren wurde Gianluca Gaudino von Pep Guardiola zu den Profis des FC Bayern geholt. In der ersten Runde des DFB-Pokals gab er sein Debüt, am 1. Spieltag der Bundesliga 2014/15 stand der Mittelfeldmann 90 Minuten auf dem Platz. Nach der Partie gegen den ​VfL Wolfsburg wurde Gaudino von allen Seiten mit Lob überschüttet: "Gianluca hat etwas, das schwierig zu lernen ist: Er kann richtig gut Fußball spielen", sagte zum Beispiel der damalige Sportvorstand Matthias Sammer. Trainer Guardiola meinte: "Er hat es verdient, hier zu sein."


Doch einer erkannte die Gefahren des allzu schnellen Hochjubelns: Thomas Müller. "Wir brauchen jetzt nicht groß Lorbeeren zu verteilen. Ich glaube nicht, dass ihm das weiterhilft." Müller sollte recht behalten, denn obwohl Gaudino regelmäßig zum Kader der Bayern gehörte und auch in der Champions League debütierte, wurden es am Ende doch "nur" zehn Pflichtspieleinsätze. Im Jahr darauf kam der Sohn des ehemaligen Profis Maurizio Gaudino dann sogar nur noch in der U23 der Münchener zum Zug.


Nach einem halben Jahr in der Regionalliga wurde Gaudino schließlich an den FC St. Gallen verliehen, um Spielpraxis bei den Profis zu sammeln. Auch wenn er dort durchaus Spielzeit sah - für die Bayern reichte es auch nach seiner Rückkehr im Sommer 2017 nicht. Es folgte ein Wechsel in die italienische Serie A zu Chievo Verona, doch nach nur einem Jahr und vier Pflichtspielen war das Kapitel im vergangenen Sommer wieder beendet.

Seit August ist Gaudino nun vereinslos. Der Express berichtet, dass der heute 22-Jährige sich in der U23 von Borussia Mönchengladbach fit hält. Dort bestritt er in dieser Woche auch ein Testspiel und erzielte dabei einen Treffer. Laut Express hat Gaudinos Berater, der auch Lucien Favre vertritt, sehr gute Beziehungen zu den Verantwortlichen der Gladbacher. Dies könnte die Chancen des einstigen Mega-Talents erhöhen, bei den Fohlen auch tatsächlich einen Vertrag zu erhalten.