​​Hertha BSC hat das geltende Verbot von Spruchbändern und -bannern sowie Blockfahnen und Doppelhaltern mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das teilte der Hauptstadtklub auf seiner Homepage mit. „Nach langen und intensiven Gesprächen mit allen Seiten“ habe man sich aus Sicht der Vereinsführung dazu entschieden, die „üblichen Standards“ wiederherzustellen.

Nach den ​Vorkommnissen im Rahmen des Bundesligaspiels bei Borussia Dortmund (Pyro-Orgie, Auseinandersetzungen mit der Polizei) hatte die Berliner Hertha für das letzte Heimspiel gegen RB Leipzig ein Fahnen- und Banner-Verbot gegen die eigenen Fans verhängt. Aus Protest blieb die Ostkurve daraufhin stumm.

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Beim Leipzig-Spiel forderten Teile der Hertha-Fans, keine Kollektivstrafen zu verhängen.



​Mittlerweile scheinen sich Vereinsführung und Fanvertreter jedoch wieder angenähert zu haben. Am Mittwoch gab der Klub bekannt, „nach langen und intensiven Gesprächen mit allen Seiten, sowie zuvorderst unter Berücksichtigung des überaus konstruktiven Austauschs (…) zwischen den Fanvertretern und der Geschäftsführung von Hertha BSC“ wieder eine vertrauensvolle Basis geschaffen zu haben.

„Das war eine Friedhofs-Stimmung“

Berlins Stürmer Davie Selke merkte nach der Partie gegen Leipzig an, das Olympiastadion sei „nur mit der Ostkurve komplett“. Trainer Pal Dardai ergänzte: „Das war eine Friedhofs-Stimmung. Herthaner gegen Herthaner – das verstehe ich nicht. Ich hoffe, dass es schnell eine Lösung gibt.“

Die ist nun tatsächlich gefunden, denn der Dialog zwischen Fans und Vereinsführung scheint gefruchtet zu haben. „Es gelten somit bis auf weiteres die üblichen Standards und Procedere beim Einbringen der zuvor nicht zugelassenen Utensilien“, so die Hertha auf ihrer Webseite. Der Stimmungs-Boykott dürfte damit vom Tisch sein!