Ein guter Trainingstag für die Bayern. Zum einen, weil ​Neuzugang Alphonso Davies sein Debüt auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße gegeben hat und zum anderen, weil Robert Lewandowski und Arjen Robben ebenso wie Kingsley Coman ihre individuellen Übungen erfolgreich absolvierten. Die Mannschaft arbeitet darauf hin, mit Schwung aus der Länderspielpause zurückzukommen.


Vor gut zwei Wochen ist Alphonso Davies 18 Jahre alt geworden. Seine Volljährigkeit begeht er dabei mit einem Neuanfang: Der Zugang von den Vancouver Whitecaps absolvierte am Dienstag seine erste Trainingseinheit beim ​FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister sicherte sich die Dienste des Linksaußen bereits im Sommer und vereinbarte, dass er erst nach dem Saisonende der Whitecaps nach Deutschland kommt.


Davies spielte mit dem kanadischen Verein in der MLS um die Play-Off-Plätze mit. Trotz seiner sechs Tore und zehn Vorlagen verpassten die Whitecaps die im US-Sport übliche Endrunde. Davies sahnte immerhin den Titel als bester U22-Spieler der Liga ab. Er ist auch bereits achtfacher Nationalspieler Kanadas.


​Trainer Niko Kovac plante in gewisser Weise mit dem Sturmtalent, ohne ihn gesehen zu haben. Bereits im Oktober sagte er, dass Davies gute Chancen hätte, seinen Platz im Team zu finden: „Wenn man so viel Geld für einen jungen Spieler ausgibt, parkt man ihn nicht bei der zweiten Mannschaft“, erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz vor dem letzten Pokalspiel. Allerdings ist Davies erst ab Januar 2019 für die Bayern berechtigt, in Pflichtspielen aufzulaufen. Bis dahin kann er sich im Training an die neuen Bedingungen gewöhnen.

Gleichzeitig vermeldet der FC Bayern gute Nachrichten von den angeschlagenen Leistungsträgern Robert Lewandowski und Arjen Robben. Beide konnten ihre planmäßigen Aufbaueinheiten absolvieren, wie der Verein mitteilte. Robben konnte sogar mit der Mannschaft aufwärmen, bevor er sich einer individuellen Einheit unterzog. Gegebenenfalls ist er gegen Aufsteiger ​Fortuna Düsseldorf am Samstag wieder einsatzbereit.


​Lewandowski klagte nach der UEFA Nations League gegen Tschechien über Knieschmerzen und musste auch heute noch auf das Training verzichten. Der Pole hat im Leistungszentrum der Bayern an seiner Rückkehr auf den Platz gearbeitet. Zumindest gab es Entwarnung: Die Verletzung ist nicht schwerwiegend und so könnte auch der Stürmer gegen Düsseldorf schon wieder auf dem Platz stehen. Dies entscheidet sich aber erst im Laufe der Woche.

Bei Kingsley Coman gibt es hingegen Gewissheit – wenn auch in die andere Richtung: Der Franzose, der auch nicht bei der Nationalmannschaft war, ist noch nicht im Mannschaftstraining und wird noch ein bis zwei Wochen brauchen, bevor er wieder eine Option für den Wettkampf ist. Er absolvierte ebenso wie Robben individuelle Aufbaueinheiten.