Mohamed Elneny steht beim ​FC Arsenal offenbar vor dem Aus. Obwohl sein Vertrag erst im März bis 2022 verlängert wurde, scheint der Ägypter unter dem neuen Trainer Unai Emery keine Perspektive mehr zu haben.


Noch im Sommer schien der FC Arsenal im defensiven Mittelfeld nicht mit einem Ausnahmetalent gesegnet zu sein. Granit Xhaka war in den letzten Jahren der einzige Fixpunkt auf der Sechs, doch andere drängten sich unter dem Arsene Wenger nicht auf. So beschloss Arsenal im Sommer, Uruguays Hoffnungsträger Lucas Torreira und den bis dato unbekannten Matteo Guendouzi zu verpflichten. 


Bereits nach zwölf Spieltagen lässt sich festhalten: Die Nordlondoner haben gut gescoutet und zwei Glücksgriffe gelandet. Der 1,68 Meter große Torreira machte schon bei der WM auf sich aufmerksam, ist lauf- und zweikampfstark, hat jedoch angesichts seiner Größe gegen breitschultrige Profis oder in Kopfballduellen noch das Nachsehen. In den letzten sieben Premier-League-Partien stand er in der Startelf. 

Guendouzis bemerkenswerten Einfluss aufs Spiel hatten wohl nur wenige auf der Rechnung, doch auch den 19-jährigen Franzosen aus Lorient kann man als Glücksfall bezeichnen, nachdem viele Experten die Ablöse von acht Millionen Euro zuvor skeptisch beäugt hatten. Ausgesprochen lässig und ruhig agiert er im Passspiel. Die Summe, so viel lässt sich festhalten, ist bestens angelegt. 


Weil die Neuzugänge eingeschlagen sind, wird ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler überflüssig. Mohamed Elneny, der seine Stärken eher in der Defensive hat, stand in den letzten Wochen gar nicht einmal mehr im Premier-League-Kader. Zusammengenommen spielte der 26-Jährige nur 322 Minuten in der Europa League und im EFL-Cup, während er in der Liga den jüngeren Kräften sowie Xhaka den Vorzug lassen muss. Inoffiziell wurde bereits eine Summe über 16 Millionen Euro kolportiert. Mit Leicester City soll es laut Bild schon einen Interessenten geben.