Der englische Fußballverband (FA) soll den Transfer von Andreas Christensen von Bröndby IF zum ​FC Chelsea untersuchen. Mit 16 Jahren war der Innenverteidiger 2012 aus Dänemark in die Jugendakademie der Blues gewechselt. Eine Ablöse gab es zumindest offiziell nicht, nach neuen Untersuchungen könnten aber verbotene Gelder an Christensens Vater geflossen sein.


Die dänische Tageszeitung Politiken berichtet, dass Sten Christensen, Vater von Andreas und Torwarttrainer bei Bröndby, monatlich 11.400 Pfund wegen seiner Tätigkeiten als Scout des FC Chelsea bekommen haben soll - insgesamt 656.400 Pfund über den Zeitraum von vier Jahren, während er weiterhin die Keeper bei Bröndby trainierte. Nach Regeln der Premier League sind jedoch Zahlungen an Elternteile oder andere Familienangehörige von Jugendspielern verboten. Nachdem die Details im Fall Christensen nun aufgedeckt sind, fordern andere Premier-League-Klubs die Football Association auf, den Fall zu prüfen.


Nach Informationen des Telegraph sprechen sich mehrere Premier-League-Klubs für eine Analyse der Causa aus. Schlimmstenfalls könnten die Ermittlungen sogar zu einer Transfersperre für junge Spieler führen. Für ähnliche Regelverstöße wurden Liverpool und Everton in der Vergangenheit bereits mit einem Transferverbot von U18-Spielern belegt. 

Für den Verein des Besitzers Roman Abramowitsch kommen die jüngsten Nachrichten zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da Andreas Christensen mit einem Wechsel im Winter kokettierte, nachdem er unter Mauricio Sarri aus der Startelf verbannt wurde. Womöglich verlässt aber Christensens Abwehrkonkurrent Gary Cahill den Meister von 2017 auf Leihbasis. Jedenfalls sitzen die Stammkräfte Antonio Rüdiger und David Luiz fester denn je im Sattel. Christensen spielte in dieser Saison noch keine einzige Minute in der Premier League und findet nur in der Europa League und im EFL-Cup Berücksichtigung.