Der RSC Anderlecht hat ​die Kaufoption bei ​Landry Dimata gezogen. Die Leihgabe des ​VfL Wolfsburg wechselt damit zur kommenden Saison fest zum belgischen Rekordmeister. Eine schwere Verletzung könnte den Transfer allerdings noch zunichtemachen. Die Niedersachsen haben sich zudem eine Beteiligung am Weiterverkauf gesichert.


Am Montag berichteten die Bild-Zeitung und Voetbalmagazine übereinstimmend, dass Anderlecht von der Kaufoption Gebrauch gemacht hat. Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke bestätigte mittlerweile den Abgang des Angreifers. "Das ist durch. Wir haben eine Lösung gefunden, mit der alle Seiten zufrieden waren", erklärte der Funktionär gegenüber dem Sportbuzzer

Dem Vernehmen nach bringt der Deal den Niedersachsen zwischen 5,5 und sechs Millionen Euro (Leihgebühr plus Ablöse) ein. Im Sommer 2017 griff ​der VfL Wolfsburg für den 21-Jährigen deutlich tiefer in die Tasche. 11,5 Millionen Euro Ablöse wurden für den Youngster vom belgischen Erstligisten KV Oostende fällig. Unterm Strich ein dickes Verlustgeschäft für die Wölfe, die sich angeblich noch eine zehnprozentige Beteiligung am Weiterverkauf gesichert haben. 


In den Medien herrscht allerdings Uneinigkeit darüber, ab welcher Ablöse der VfL beteiligt wird. Während Dimata-Berater Didier Frenay 15 bis 20 Millionen Euro nannte, berichtet der Sportbuzzer von einer Summe jenseits von 10 Millionen Euro. Fakt ist allerdings, dass Anderlecht mit der Verpflichtung des Stürmers ein echtes Schnäppchen gemacht hat. Nach 15 Spieltagen zählt Dimata mit zehn Toren und drei Vorlagen zu den Top-Scorern der Liga. In Wolfsburg steuerte der Rechtsfuß in 24 Pflichtspielen lediglich eine Torvorlage bei. 


Bei Verletzung: Dimata-Abgang in Gefahr


Die Kaufoption könnte jedoch unter Umständen wieder rückgängig gemacht werden. Einem Bericht der Zeitung Het Nieuwsblad zufolge ist Anderlecht bei einer schweren Verletzung des 21-Jährigen nicht mehr an diese gebunden.