Sami Khedira, der nach der missglückten Weltmeisterschaft in Russland in der Nationalmannschaft zuletzt keine Rolle mehr spielte, äußerte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zuversichtlich, was den Weg der DFB-Elf angeht.


Höchste Höhen und tiefste Tiefen - die deutsche Nationalmannschaft hat im vergangenen Jahrzehnt beides erlebt. Teil des Weges war bei WM-Sieg und Vorrunden-Ausscheid bis zuletzt stets auch Sami Khedira. In einer DFB-Auswahl, die sich im Umbruch befindet, wird der defensive Mittelfeldspieler von ​Juventus Turin jedoch aktuell nicht berücksichtigt. Der Weltmeister berichtete nun der DPA, er habe nach dem frühzeitigen WM-Aus in Russland zwar mit dem Bundestrainer nochmal "ein längeres Gespräch" geführt, habe aber aktuell keinen Kontakt zu Jogi Löw. 

AC Milan v Juventus - Italian Serie A

Hofft auf weitere Einsätze für den DFB: Sami Khedira


Die Entwicklungen im DFB-Team verfolgt der 77-fache Nationalspieler allerdings selbstverständlich trotzdem. Und trotz aller turbulenten Ergebnisse der Mannschaft, sieht Khedira auch einige positive Entwicklungen. So nennt er beispielsweise Löws Entscheidung, ​Bayerns Joshua Kimmich statt als Rechtsverteidiger im defensiven Mittelfeld starten zu lassen einen "guten Schachzug". Die vom Bundestrainer zuletzt öfter getestete Variante hält der 31-Jährige für zukunftsfähig, "weil er die Qualitäten, die Ruhe und auch die Führungsqualitäten hat. Ich weiß, dass er langfristig die Sechserposition überragend bekleiden kann.“


Ein großes Lob des dekorierten Routiniers, der Kimmich auf dessen neuer Position nicht als Konkurrenz empfindet. Er sehe sich "mehr auf der Halbposition", deshalb sei der Einsatz des 22-jährigen Allrounders "keine Position, auf der ich ersetzt worden bin". Ob der Stuttgarter, der mit Juventus derzeit an der Spitze der italienischen Ligatabelle steht, überhaupt noch einmal für die Nationalmannschaft berufen wird, ist derweil offen. Khedira steht jedoch laut eigener Aussage zu seinem Wort, in guter Form auch zukünftig den Adler auf der Brust zu tragen.