Aktuell trägt Bundesligist ​Hertha BSC seine Heimspiele im Berliner Olympiastadion aus. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern. Wie Klaus Teichert, Geschäftsführer der Stadion GmbH, am Montagabend auf einer Veranstaltung erklärte, wolle man „unsere neue Arena am 25. Juli 2025 eröffnen“.

Der Erbbaurechtsvertrag für das erste Gelände soll derweil „im ersten Quartal 2019“ unterzeichnet werden, Baubeginn sei „im Idealfall das erste Quartal 2022“, bekräftigte Teuchert (via kicker). Momentan schlägt der Hertha aus den Reihen der Berliner Politik noch immer Skepsis entgegen. Dennoch ist man zuversichtlich, den Neubau durchzukriegen.

Hertha BSC Berlin v FC Schalke 04 - Bundesliga

Bald nicht mehr in der Ostkurve des Olympiastadions: Fans von Hertha BSC


​Teuchert: „Wir sind überzeugt, den Senat überzeugen zu können. Wir werden eine Resonanz erzeugen, wie sie der Olympiapark noch nicht erlebt hat.“

Der Geschäftsführer der Stadion GmbH legte ferner offen, warum die Berliner Neubaupläne für den Klub alternativlos sind. „Das Olympiastadion“, so der gelernte Architekt, „ist ein „Super-Stadion, wenn es voll ist, und ein Super-Stadion, wenn es leer ist - und alles dazwischen ist schlecht. Da ist die Stimmung schlecht, und das hat damit zu tun, dass wir ein Stadion haben, das in erster Linie für die Leichtathletik gebaut wurde.“


​Neue Arena soll „steil, nah und laut“ sein

Die neue Spielstätte der Hertha soll eine reine Fußball-Arena mit einer Kapazität von insgesamt 55.137 Plätzen werden und unweit des Olympiastadions entstehen. Als Vorbild gelte derweil das von Teichert inspizierte und 2013 eröffnete Estadio de San Mamés, Heimspielstätte des spanischen Erstligisten Atletic Bilbao. Getreu dem Motto „steil, nah und laut“ sollen die Plätze im Gegensatz zum Olympiastadion deutlich näher am Spielfeld liegen, Sicht und Akustik sollen sich in der ganzen Arena verbessern.

Stabile Ticketpreise, keine höhere Miete​

Wie Herthas Präsident Werner Gegenbauer zudem ankündigte, gebe es keinen Grund, „im neuen Stadion die Preisstruktur zu verändern“. Hinsichtlich der Mietkosten fügte Teuchert an, dass man „nach unseren Berechnungen“ keinen höheren finanziellen Belastungen ausgesetzt ist. Der zunächst diskutierte Umbau des Olympiastadions ab 2025 wäre indes ähnlich kostenintensiv. Für die Hertha und ihre Fans demnach eine Win-Win-Situation!