​Das Leben ist nicht immer berechenbar. Die Geschichte von ​​​Landry Dimata ist ein gutes Beispiel, dass diese Weisheit auch fürs Fußballgeschäft zutrifft. Eigentlich sprach im Sommer 2017 vieles dafür, dass dem ​​VfL Wolfsburg mit der Verpflichtung des Angreifers ein echter Coup gelungen war. Bei den Wölfen entwickelte sich der Stürmer aber zum Transferflop und wurde nach nur wenigen Monaten ausgeliehen. Bei seinem neuen Klub läuft es jedoch wieder wie am Schnürchen und daher zog der​ ​RSC Anderlecht nun die Kaufoption.


Stolze 11,5 Millionen Euro hatten die Wölfe vor der Saison 2017/18 auf den Tisch gelegt. Dabei hatten die Niedersachsen große Hoffnungen in den heute 21-Jährigen gelegt, schließlich kam er mit der Empfehlung von elf Treffern von seinem Ex-Klub KV Oostende. Die Anpassung an das Niveau in der Bundesliga wollte dem Youngster jedoch partout nicht gelingen und so brachte er es in wettbewerbsübergreifend 24 Einsätzen für den Bundesligisten nur auf eine kümmerliche Torvorlage. Ein eigener Treffer wollte ihm nicht gelingen.

Da die Situation für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend war, entschloss man sich daher bereits im Februar 2018, den Mittelstürmer an den belgischen Spitzenklub RSC Anderlecht auszuleihen. Zurück in seiner Heimat, blühte der zwölffache belgische U21-Nationalspieler wieder richtig auf und war in 14 Spielen an 13 Treffern direkt beteiligt.


Bei ihrer Leihe sicherte sich der belgische Klub eine Kaufoption und angesichts der tollen Entwicklung des Offensivspielers dürfte es niemanden überraschen, dass die Belgier laut Bild und Voetbalmagazine ihren Shootingstar nun fest verpflichtet haben. Die Wolfsburger kassierten ingesamt sechs Millionen Euro und müssen sich damit abfinden, dass sie ein sattes Minusgeschäft gemacht haben. Ein Torjäger würde dem Team von Trainer Bruno Labbadia derzeit gut zu Gesicht stehen, schließlich stellt man mit 15 erzielten Toren eine der harmlosesten Offensivreihen der Liga.