Alexander Nübel hat Ralf Fährmann im Tor des ​FC Schalke 04 zuletzt herausragend vertreten. Durch die Rückkehr Fährmanns musste Nübel nun wieder auf die Bank - zu wenig für den Keeper, der im kicker verriet, dass er auch einen Vereinswechsel nicht ausschließt.


Als sich Ralf Fährmann vor dem Bundesligaspiel gegen den ​SV Werder Bremen verletzte, musste Alexander Nübel plötzlich ran. Der 22-Jährige absolvierte daraufhin sechs Pflichtspiele für den FC Schalke 04, unter anderem stand er auch bei den beiden Champions-League-Spielen gegen Galatasaray Istanbul zwischen den Pfosten. "Die Champions League ist der höchste Klubwettbewerb weltweit, die Hymne löst wie die Nationalhymne Kribbeln aus", sagte Nübel dem kicker.


In beiden Partien ließ sich der Ex-Paderborner aber keinerlei Nervosität anmerken, machte einen hervorragenden Job und kassierte kein Gegentor. "Vor dem Galatasaray-Spiel waren Dinge zu lesen wie 'Welcome to hell'. Aber es war nicht schlimm. Ich fand es am Ende sogar geil, als in Istanbul alle laut gepfiffen haben, wenn du am Ball bist. Das hat Spaß gemacht", erklärte Nübel.


​Durch die starken Leistungen Nübels wurde sogar spekuliert, dass er Fährmann im Tor ablösen könnte, Domenico Tedesco sorgte aber vor dem vergangenen Spiel gegen Eintracht Frankfurt aber ​schnell für Klarheit: "Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt wird Ralf wieder im Tor stehen. Alexander hat ihn fantastisch vertreten. Aber Ralle ist unser Kapitän und unsere Nummer 1". Nübel akzeptiert seine Rolle als Ersatzkeeper: "Es ist ja so geregelt: Er ist der Kapitän und die Nummer 1. Klar ist es schade, weil man als Sportler immer spielen möchte."

Gleichzeitig aber ist Schalkes Nummer 2 froh, mal auf dem Feld gestanden zu haben: "Nach drei Jahren nur Bank und Training konnte ich mich jetzt mal präsentieren im Verein." Damit konnte sich Nübel aber nicht nur dem FC Schalke, sondern auch allen anderen Vereinen zeigen. Dementsprechend wäre auch ein Wechsel für den U21-Nationalspieler eine Option: "Wenn sich im nächsten Sommer etwas ergibt, mir woanders eine Chance auf Spielzeit oder ein offener Konkurrenzkampf angeboten wird, muss man sich das anhören, abwägen und mit Schalke besprechen."


Nübel geht es dabei hauptsächlich um Spielzeit, sodass er sich weiterentwickeln kann - und bringt deshalb die Möglichkeit einer Leihe ins Spiel: "Natürlich will ich spielen, und man macht sich das ganze Jahr über Gedanken. Gespräche werden geführt. Für den Klub könnte es etwa positiv sein, wenn ich auf Leihbasis woanders regelmäßige Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln kann."