Im Sommer überwies der FC Southampton stolze 25 Millionen Euro an Borussia Mönchengladbach, um Jannik Vestergaard in die Premier League zu lotsen. Zu Beginn vertraute Trainer Mark Hughes noch regelmäßig auf den Dänen, mittlerweile ist er aber nur noch Ersatz.


Gemessen an der aktuellen Lage, scheint sich der Rekordverkauf von Jannik Vestergaard für Gladbach bezahlt zu machen. Der Innenverteidiger, der 2016 für 12,5 Millionen Euro von Werder Bremen an den Niederrhein wechselte, spielte 25 Millionen Euro in die Fohlen-Kassen. Auch ohne den 1,99 Meter großen Dänen, steht die Abwehr meist sicher. Im Zentrum erledigen Matthias Ginter und Nico Elvedi ihren Job, dazu kommt noch der erfahrene Tony Jantschke, der häufig auf der Bank Platz nehmen muss. Bis auf wenige Ausnahmen (0:5-Demontage gegen Bayer Leverkusen im DFB-Pokal) hält die Defensive der durchschlagskräftigen Offensive, dem Herzstück des Teams, den Rücken frei.

Während Mönchengladbach so gut spielt wie seit Jahren nicht mehr, könnte Vestergaard hingegen mit seinem Wechsel hadern. Beim Premier-League-Siebzehnten stand er zwar in sechs der ersten sieben Spiele in der Startelf, doch seit der 0:2-Niederlage gegen Wolverhampton ist der gebürtige Kopenhagener nur noch Reservist. Seither bilden Maya Yoshida und Wesley Hoedt das Abwehrzentrum. 


Vestergaard ist wohl auch dank seiner Größe einer der besten Kopfballspieler in Europa, doch seine Schnelligkeitsdefizite sind nicht wegzudiskutieren. Auch in der Nations League beim 2:1-Sieg der dänischen Nationalmannschaft gegen Wales blieb der 26-Jährige draußen. Stattdessen spielten Zanka und ein weiterer Ex-Gladbacher, Andreas Christensen.