DORTMUND, GERMANY - SEPTEMBER 14: Marius Wolf of Borussia Dortmund celebrates after scoring his team`s second goal with Mahmoud Dahoud of Borussia Dortmund during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and Eintracht Frankfurt on September 14, 2018 in Dortmund, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

DFB: Die Top-Elf der Nichtnominierten

Auch wenn andere Nationen wie England oder Italien im Hinblick auf Talente im Vergleich zum Weltmeister von 2014 aufgeholt haben, müssen sich die jungen Spieler aus Deutschland nicht verstecken. Darüber hinaus gibt es erfahrene Profis wie Oliver Baumann und Niclas Füllkrug, die Joachim Löw durchaus mal testen könnte. Die nachfolgende Liste zeigt die Top-Elf der Nichtnominierten, auf die der Bundestrainer aktuell verzichtet.

1. Oliver Baumann

Deutschland hat seit jeher gute Schlussmänner. Marc-Andre ter Stegen, Kevin Trapp, Bernd Leno und Manuel Neuer gehören dazu, aber auch Oliver Baumann.  Der 28-Jährige ist seit Jahren ein Inbegriff von Konstanz bei der TSG Hoffenheim und ist besonders auf der Linie stark. Aufgrund des Überangebots wäre eine Nominierung des einstigen Freiburgers aber überraschend.

2. Philipp Max

Der offensiv aktuell beste deutsche Linksverteidiger Philipp Max vom FC Augsburg fehlt nach wie vor in den Plänen von Löw. Selbst sein Trainer Manuel Baum wunderte sich zuletzt, weshalb der 24-Jährige noch keine Einladung erhalten hat. Als Flankengeber ist Max ungemein gefährlich, auch defensiv hat sich der ehemalige Profi des TSV 1860 München stabilisiert. 

3. Kevin Vogt

Jerome Boateng, der sich gemeinsam mit dem Bundestrainer verständigt hat, gegen Russland und die Niederlande auszusetzen, wird hier nicht aufgeführt. Mittelfristig verfügt der 30-Jährige über zu viel Potential, dass Löw auf ihn verzichten wird, obwohl Boatengs Formkrise nunmehr einige Monate andauert. Wer allerdings durchaus bald eine Einladung bekommen könnte, ist Kevin Vogt von Hoffenheim. Der Kraichgauer sammelt in dieser Saison Champions-League-Erfahrung, ist kopfballstark und der Kapitän seiner Mannschaft.

4. Shkodran Mustafi

Niklas Stark wäre sicherlich eine Option, allerdings fehlt der Berliner Innenverteidiger verletzt und käme für den Bundestrainer ohnehin nicht infrage. Shkodran Mustafi ist beim FC Arsenal immerhin Stammspieler und war bei der WM 2014 sowie bei der EM 2016 dabei. Aktuell ist die Konkurrenz im Abwehrzentrum jedoch besser als der 26-Jährige.

5. Benjamin Henrichs

Der 21-Jährige ging im Spätsommer kurz vor Transferschluss zum AS Monaco, um den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen. Weil die Monegassen jedoch erhebliche Probleme haben und in der französischen Liga auf einem peinlichen 19. Platz liegen, ist Henrichs für Löw derzeit keine Überlegung wert. Sollte Monaco als Team wieder halbwegs funktionieren, wird auch Henrichs wieder ins Blickfeld des DFB-Teams rücken. 

6. Florian Neuhaus

In einem tief besetzten Mönchengladbach-Mittelfeld ist der 21-Jährige meist Stammspieler. In elf Bundesligaspielen bereitete Neuhaus schon sechs Treffer vor. Vor der Saison hätten wohl nur wenige mit seinem Durchbruch gerechnet, 20172018 spielte er noch bei Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga. Der Aufstieg des U21-Nationalspielers ist kometenhaft und könnte Löw mittelfristig zu einem Anruf bewegen.

7. Mo Dahoud

Borussia Dortmund lag mit 0:1 zurück und hatte bis auf die Großchance von Marco Reus wenig zu melden im Spitzenspiel gegen den FC Bayern. Dann wurde Dahoud für Weigl eingewechselt und die Offensivmaschine der letzten Wochen kehrte umgehend zurück. Der U21-Nationalspieler spielt eine großartige Saison, obwohl er mit Thomas Delaney und Julian Weigl hochkarätige Konkurrenz hat und daher nicht immer von Beginn aufläuft.

8. Maximilian Eggestein

Das rechte Mittelfeld ist wohl nicht die Idealposition von Maximilian Eggestein, obwohl Bremens Trainer Florian Kohfeldt ihn in dieser Saison schon zweimal dort aufstellte, doch im Zentrum ist Eggestein besser aufgehoben. Dort kann er seine Passfähigkeiten am besten auspielen, auch unter Druck verfällt der 21-Jährige nicht in Panik und ist äußerst pressingresistent. Zudem erzielte der gebürtige Hannoveraner bislang schon vier Bundesligatore.

9. Jonas Hofmann

Nach zehn Bundesligaspielen kommt der 26-Jährige auf beeindruckende Werte. Schon fünf Tore und drei Vorlagen stehen zu Buche für Hofmann, der jahrelang als ewiges Talent galt. Unter Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking feiert der ehemalige Dortmunder einen ungeahnten Aufschwung, der möglicherweise bald in die Landesauswahl führt. Auch Mario Götze oder Max Meyer könnten wieder interessant werden, sollten sie in ihren Vereinen wieder regelmäßig zum Einsatz kommen.

10. Marius Wolf

Der 23-Jährige war der Durchstarter der letzten Saison. Bei Eintracht Frankfurt erzielte der 1,87 Meter große Flügelspieler fünf Bundesligatore und bereitete neun weitere vor. Bei Transfermarkt.de beträgt sein Marktwert 10 Millionen Euro. Im Sommer wagte Wolf den Schritt zum großen BVB, doch auch aufgrund eines Muskelfaserrisses ist er noch nicht bei den Westfalen angekommen. Auch Andre Schürrle vom FC Fulham wäre auf Linksaußen ein Kandidat. 

11. Niclas Füllkrug

Miroslav Klose, erfolgreichster WM-Torschütze der Geschichte, hat sich zuletzt für Niclas Füllkrug ausgesprochen und ihn als Stürmer für die Nationalmannschaft empfohlen. Es gibt auch einige Argumente: Mit 25 Jahren ist Füllkrug im besten Fußballalter, verfügt über einen guten Schuss und technisch sowie kämpferisch machen ihm wenige Neuner in der Bundesliga etwas vor.